Der erste greifbare Kontakt mit der Online-Marke – FOM Wirtschaftspsychologie-Absolventin präsentiert Forschungsergebnisse auf Tagung

Hinsichtlich der beschränkten Möglichkeiten von Online-Händlern, sensorische Reize zu Werbezwecken zu nutzen, stellt die Versandverpackung ein Medium voller Potential dar. Die gleichzeitige Ansprache mehrerer Sinne zeigte sich in verschiedenen Studien als wirksames Mittel, um Kunden unter anderem zu involvieren, die Markeneinstellung, Produkt- und Store-Evaluation sowie Absatzraten positiv zu beeinflussen. Im Rahmen einer Studie erweiterte FOM Absolventin Katrin Saalfelder B.Sc. mit Unterstützung ihrer Betreuerin Prof. Dr. Mandy Nuszbaum nun den Fokus von Produktverpackungen auf die Versandverpackungen im Online-Handel und überprüfte die Annahmen, dass durch eine multisensorische Verpackungsgestaltung im Vergleich zu einer klassischen, ungestalteten Versandverpackung die Markeneinstellung sowie die Kaufabsicht positiv beeinflusst werden.
„Es zeigte sich, dass durch eine multisensorische Verpackungsgestaltung die Einstellung zur Marke sowie die Kaufabsicht tatsächlich positiv beeinflusst werden können. Mit dieser Erkenntnis können noch wachsende Online-Marken zusätzlich Kunden gewinnen und ihren Erfolg ausbauen“, so Katrin Saalfelder, die nebenberuflich Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie am FOM Hochschulzentrum Nürnberg studiert hat. Die empirischen Daten der Studie erhob sie im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis.
Bei der 23. Jahrestagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie e.V. (GWPs) konnte sie gemeinsam mit Professorin Nuszbaum eine Posterpräsentation mit dem Titel „Der erste greifbare Kontakt mit der Onlinemarke – Eine experimentelle Studie zum Einfluss einer multisensorischen Verpackungsgestaltung im Online-Handel“ platzieren.
„Haptische Informationen spielen in der Markt- und Werbepsychologie eine wichtige Rolle. Auf dem Weg zu einer multisensorischen Ansprache der Konsumenten, sind sie ein Mittel, um unter anderem die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu erlangen, diese stärker zu involvieren und positive nachhaltige Effekte in der Wahrnehmung von Kaufsituationen, Produkt- und Markenevaluation zu erzielen“, ergänzt Professorin Nuszbaum, die den Bereich Konsumentenpsychologie am Institut für Wirtschaftspsychologie (iwp) leitet. Sie lehrt im Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie, bis zum Wintersemester 2018/2019 an der FOM in Nürnberg, seit diesem Semester an der FOM in Münster.
Eine weitere von ihr betreute Abschlussarbeit, eine Master-Thesis zum Thema „Fühlen statt Sehen – die Bedeutung haptischer Informationen im wirtschaftlichen Kontext bei Menschen mit visuellen Einschränkungen“, hat es ebenfalls auf die GWPs geschafft, wie wir hier kürzlich schon berichteten.
Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation | 10.04.2019
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