Führungskräfte & Teams stärken, um Ziele auch unter hohen & wechselnden Anforderungen & Belastungen zu erreichen: „Crew Resource Management“ als Führungsansatz im Gesundheitswesen
Stetige Zunahme von Komplexität prägt das Gesundheitswesen. Führungskräfte besitzen eine Schlüsselposition für die Befähigung ihrer Teams zur Bewältigung kritischer und unerwarteter Situationen. Entsprechend ist ihr Handeln in der Teamführung und -entwicklung zentral für zuverlässige Systeme.

„Resilience Engineering“ bezeichnet Ansätze und Instrumente zur Befähigung von Systemen, sich an Veränderungen und Störungen so anzupassen, dass die Ziele unter erwarteten und unerwarteten Bedingungen erreicht werden.
Durch Zusammenführung des Resilience Engineerings mit dem aus Luftfahrt und Medizin bereits bekannten Crew Resource Management (CRM) wird ein innovativer konzeptioneller Rahmen geschaffen, der einen erheblichen Mehrwert bei der Schulung von Führungskräften ermöglicht.
Bisher waren Führungskräfte im Gesundheitswesen eher selten die Zielgruppe spezifischer Schulungen. Im Rahmen des Forschungsfokus „Resilient Health Care“ im Verbundforschungsprojekt „Gesundheitsregion Aachen: innovativ Lernen und Arbeiten (GALA)“ konnte Anfang April 2023 ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Unter dem Titel „Crew Resource Management für Führungskräfte“ setzte sich das Forschungsteam im Rahmen eines Pilotseminars an zwei Tagen intensiv mit zuvor erarbeiteten Strategien und Werkzeugen zum Umgang mit Komplexität im Arbeitsalltag von Führungskräften in der Gesundheitsversorgung auseinander. Teilgenommen haben an dem Pilotseminar leitende Ärzte, OP-Managerinnen und -Manager sowie Pflegedienstleitungen aus Krankenhäusern und von Rettungsdiensten.
Der zweitägige Lehrgang ist der erste, der auf neuesten Erkenntnissen der Sicherheitsforschung basiert und die Anforderungen an Führungskräfte im Gesundheitswesen aus der täglichen Praxis berücksichtigt. Strategische und operative Instrumente werden dabei erlebbar gemacht und den Führungskräften an die Hand gegeben. Auf diese Weise werden Führungskräfte und Teams gestärkt, ihre Ziele auch unter hohen und wechselnden Anforderungen und Belastungen zu erreichen.

Das Vorhaben wird aus Mitteln des BMBF unter dem Förderkennzeichen 02L20B103 gefördert.
Dr. Helga Unger | wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt GALA
Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation der FOM
30.05.2023
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