Kompetenzmanagement im Gesundheitsbereich vorantreiben: Arbeitsnahes Lernen in Gesundheitsberufen mit drittem Lernort, Skills Lab und Trainingszentren - FOM forscht

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Kompetenzmanagement im Gesundheitsbereich vorantreiben: Arbeitsnahes Lernen in Gesundheitsberufen mit drittem Lernort, Skills Lab und Trainingszentren

Durch das Projekt „Gesundheitsregion Aachen: innovativ Lernen und Arbeiten (GALA)“ soll die Gesundheitsbranche in der strukturschwachen Region Aachen unterstützt werden, auch als mögliches Vorbild für weitere strukturschwache Regionen. (» Wir berichteten im April 2021 und im Juni 2022.) Im Rahmen des Projekts wurde im August 2022 ein sogenannter „Hot Topic Workshop“ veranstaltet.

„Arbeitsnahes Lernen im Skills Lab“ war das Motto, durchgeführt wurde der Workshop von der FOM Hochschule, und dort dem iaim Institute of Automation & Industrial Management, im AIXTRA Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit des Universitätsklinikums Aachen. Mit fast 30 Teilnehmenden aus verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens ging es darum, unterschiedliche Trainingsorte bzw. -zentren kennenzulernen sowie ein Netzwerk der thematisch Interessierten zu initiieren. Drei Organisationen stellten ihre Trainingsorte vor.

Eine Puppe in einem AIXTRA-Simulationsraum, der der medizinischen Ausbildung dient | © FOM

Im AIXTRA können Studierende, sich weiterbildende Ärzte und Ärztinnen, Pflegekräfte und weitere Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich Kurse absolvieren. So werden etwa Fertigkeiten wie Blutentnahme, Ultraschalluntersuchungen, Notfalleinsätze und mehr in realitätsgetreuen Räumen mit echten Gerätschaften trainiert. Mit menschlichen Attrappen oder auch Schauspieldarstellerinnen und -darstellern werden so konkrete Arbeitssituationen simuliert und reflektiert (s. Bild).

In einem der Wohnheime der Aachener St. Gereon Seniorendienste befindet sich ebenfalls ein extra für das praktische Lernen eingerichteter Teilbereich. Hier können Auszubildende arbeitsnah in die einzelnen Aufgabenfelder eintauchen und zum Start ihrer Ausbildung relevante pflegebezogene Aktivitäten einüben. Dieser „dritte Lernort“ ist exakt so gestaltet wie ein „echtes“ Zimmer im Seniorenheim mit Wohn-/Schlafbereich, Bad und Küchenelementen, wodurch der Anwendungsbezug maximiert wird.

Im Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit (BZPG) wird der Trainingsort „Skills Lab“ für angehende Pflegefachkräfte und andere Ausbildungsberufe genutzt. Hier werden für die Pflege basale Kompetenzen trainiert. So können Auszubildende professionelle Handlungskompetenzen bereits in der Schule praktisch einüben. Kameras und ein eigener Regieraum kommen dabei zum Einsatz, um die Reflexion zu fördern.

Zum Abschluss des Workshops wurden Aufwand- und Nutzeneffekte solcher Lernsettings diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass die aufgezeigten Formen des arbeitsnahen Lernens zukünftig eine (noch) bedeutendere Rolle im Aus- und Weiterbildungsgeschehen des Gesundheitswesens einnehmen werden. Derzeit fehlt es jedoch an guten Hilfen und Tools, um solche Trainingsmöglichkeiten auf- und auszubauen. Deshalb wurde auch der Workshop mit den verschiedenen praktischen Umsetzungen und der Möglichkeit des voneinander Lernens sehr geschätzt.

Im Rahmen des Projekts GALA soll eine Toolbox für das Kompetenzmanagement im Gesundheitsbereich vorangetrieben und Praxisbeispiele für andere Unternehmen und Einrichtungen aufgezeigt werden. Die Hot Topic Workshop-Reihe wird im Frühjahr mit weiteren spannenden Themen rund um das Thema arbeitsnahes Lernen fortgeführt.

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den Programmen „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ und „Innovation & Strukturwandel“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin.

Dr. Helga Unger | wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt GALA | 15.09.2022

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