Wege zur Anwendung agiler Arbeitsweisen – „AgilKom“-Handlungshilfe für Führungskräfte & Mitarbeitende insbesondere öffentlicher Verwaltungen
Mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem Kreis Soest, der Stadt Essen sowie der FOM Hochschule wurden im Projekt „AgilKom“ von 2018 bis 2022 agile Arbeitsformen in öffentlichen Verwaltungen erprobt und Veränderungsprozesse begleitet. „AgilKom“ steht für „Experimentierräume in der agilen Verwaltung“. Und in diesen wurden, unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Gottfried Richenhagen und Prof. Dr. Anja Seng, Möglichkeiten und Grenzen bei der Etablierung agiler Arbeitsweisen erforscht und identifiziert. Für diesen stark experimentell ausgerichteten und praxisorientierten Forschungsauftrag fanden die Prinzipien der Aktions- und Handlungsforschung (Richenhagen & Dick, 2019) Anwendung. Das heißt: In praxisnahen Settings wurden gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeitenden und -führungskräften in konkreten Situationen die Bedarfe erfasst, Optimierungsansätze identifiziert, iterativ umgesetzt und evaluiert, um daraus weitere Entwicklungsmöglichkeiten abzuleiten.

Die zentralen Ergebnisse des Projekts wurden in einer praxisorientierten Handlungshilfe zusammengefasst, die ab sofort kostenfrei abrufbar ist.
Sie enthält:
- Darstellung fördernder ebenso wie hemmender Faktoren zur Etablierung alternativer Arbeitsweisen
- Ansätze und Impulse zur Einführung agiler Arbeitsweisen in öffentlichen Verwaltungen
- wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxiserfahrungen inklusive „Stimmen aus der Praxis“
- Skizzen beispielhafter Situationen in der Anwendung agiler Methoden

Die Handlungshilfe ist dabei bewusst nicht als Methodenbaukasten konzipiert, da bereits eine Vielzahl solcher Publikationen existieren. Sie richtet sich an all jene – in der öffentlichen Verwaltung und darüber hinaus –, die nach Hilfestellungen suchen, um selbst mit agilen Methoden zu experimentieren. Dabei werden Führungskräfte ebenso wie Mitarbeitende und Personalvertretungen adressiert, da Veränderungen von Arbeitsweisen gleichermaßen von allen Gruppen zu tragen und gestalten sind.
Die Online-Version der Handlungshilfe kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.
Das Projekt AgilKom wurde im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet.
Corinna Höffner M.A. I wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „AgilKom“
Prof. Dr. Anja Seng I stellv. Projektleitung
27.04.2022
Suche nach Beiträgen
Beitrag teilen
Die Macht der Note? Bewertungskulturen im Studium der Sozialen Arbeit & Sozialpädagogik – Call for Papers für Sammelband
Noten prägen das Studium. Sie setzen Lernanreize, strukturieren Übergänge und signalisieren Leistung nach außen. Doch in der Massenuniversität stellen sich Fragen nach Fairness, Sinn und Zweck von Bewertung. Verschärft wird dies durch generative KI ...
WeiterlesenWie Prozesse abgebildet und optimiert werden, damit Unternehmen Krisen besser standhalten können – Studierende in Forschung eingebunden
Viele Branchen sind abhängig von unvorhergesehenen Faktoren, auf die schnell reagiert werden muss, um handlungsfähig zu bleiben. Die Textilbranche beispielsweise ist abhängig von globalen Zusammenhängen: Lieferketten können durch Krisen gestört werden ...
WeiterlesenCall for Papers „Mensch. Maschine. Bildung 2030+: Herausforderungen, Chancen und Visionen einer neuen Welt des Lernens. Wege zu technischer Bildung“ – für Ingenieurpädagogische Jahrestagung 2026
Die Realität digitalisierter und KI-gestützter Mensch-Maschine-Systeme mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten im industriellen Kontext oder dem Alltag bieten gerade in den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen neue Chancen, Lösungsansätze und Erfahrungsräume. Zugleich ergeben sich daraus neue Herausforderungen ...
Weiterlesen


