Digitalisierungsprozesse und -auswirkungen auf Mitarbeitende und Führungskräfte in KMU erforscht – Leitfäden zur Unterstützung entwickelt, kostenfrei downloadbar - FOM forscht

Digitalisierungsprozesse und -auswirkungen auf Mitarbeitende und Führungskräfte in KMU erforscht – Leitfäden zur Unterstützung entwickelt, kostenfrei downloadbar

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Arbeit in Produktions-, Handels- und Logistikunternehmen? Diese Frage stand im Zentrum eines inzwischen abgeschlossenen Forschungsprojekts DIAMANT, das u. a. vom ild Institut für Logistik- und Dienstleistungsmanagement der FOM Hochschule durchgeführt wurde. Unter dem Titel „Digitalisiertes Ideen- und Arbeitsmanagement in Produktion, Logistik und Handel (DIAMANT)“ erforschten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hohenheim (Koordination), Bremen und Duisburg-Essen sowie der FOM Hochschule die Möglichkeiten und Auswirkungen digitalisierter Prozesse.

Sie arbeiteten dafür mit drei Unternehmen aus den Bereichen Produktion, Handel und Logistik zusammen. Mit der Einrichtung eines digitalen Ideenmanagements wurde für Mitarbeitende die Möglichkeit geschaffen, Ideen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Zudem wurden Arbeitsprozesse digitalisiert, wodurch vieles, das zuvor gar nicht oder nur mit großem Aufwand abrufbar war, nun schneller und leichter sowie jederzeit zugänglich ist: lagerlogistische, archivierte und Schulungsinformationen.

Die Erfahrungen, Herausforderungen sowie die Erfolge der Digitalisierung von Prozessen sollen nun Organisationen aller Art – besonders kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) – dienen. Dazu haben die Beteiligten drei Leitfäden mit praktischen Informationen erstellt. Sie sollen bei der Gestaltung und Umsetzung von Digitalisierungsprozessen sowie bei der Bewertung von Belastung und Beanspruchung von Mitarbeitenden und Führungskräften unterstützen. Die Informationen wurden in einer Broschüre zusammengefasst. Alle Materialien sind auf der Website des Projekts DIAMANT kostenfrei abrufbar.

Prof. Dr. Matthias Klumpp, wissenschaftlicher Direktor des ild | © FOM/Tom Schulte

„Die Herausforderungen der Digitalisierung sind für alle Organisationen vielfältig, da sind Unternehmen in Produktion, Handel und Logistik keine Ausnahme. Gemeinsam ist jedoch allen Digitalisierungskontexten, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit durch eine frühzeitige und aktive Einbindung der Mitarbeitenden stark ansteigt. – Dieser Prozess soll mit den im Projekt erarbeiteten und erprobten Materialien unterstützt und fruchtbar gemacht werden“, erläutert ild-Direktor Prof. Dr. Matthias Klumpp, der den Projektteil der FOM Hochschule leitete. „Die Ergebnisse fließen ebenfalls in die Lehre ein, so dass auch unsere Studierenden davon profitieren.“

Die Situation der Beschäftigten, vor allem im Logistikbereich, wird am ild weiter erforscht: 2021 begann das Projekt „Künstliche Intelligenz für gesunde Arbeit in Fahrberufen: Arbeitsbelastung und Sicherheit in Verkehr und Transport (KARAT). Es nimmt insbesondere die Belastung von Beschäftigten in den Blick. Weitere Informationen gibt es auch in diesem Beitrag: „Hohe Belastung in Transport- und Fahrberufen – eine Verbesserung der Arbeitssituation mittels Künstlicher Intelligenz soll das neu gestartete Projekt KARAT bringen“.

Das Projekt DIAMANT (FKZ EXP.00.00014.18) wurde im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), Bundesprogramm „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Fachlich begleitet wurde das Projekt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Weitere Informationen zu den Förderprojekten der Reihe INQA-Experimentierräume sind unter www.experimentierraeume.de zu finden. 

Das Projekt KARAT (FKZ EXP.01.00020.20) läuft vom 01.01.2021 bis 31.12.2023. Es wird im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), Bundesprogramm “Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel – EXP, Handlungsschwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI)” vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Das Projekt wird ebenfalls von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet. 

Joanna Waldmann B.A. | wissenschaftliche Mitarbeiterin | 17.03.2022 

 

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