Frauen, netzwerkt! - FOM forscht

Frauen, netzwerkt!

„Warum bin ich heute und hier dabei?“ Diese zentrale Frage durften sich die gut 220 teilnehmenden Frauen – und ein teilnehmender Mann – gleich zu Beginn selbst stellen. In kleinem Rahmen, einer so genannten „Break-out-Session“, konnten sie sie anderen Teilnehmenden in einem separaten virtuellen Raum beantworten. So fand gleich ein erstes direktes Kennenlernen in zufällig zusammengewürfelten Konstellationen beim zweiten virtuellen FOM Frauen-Forum statt – Netzwerken par excellence. Netzwerken war auch das zentrale Thema der Veranstaltung. Das hatten sich Teilnehmerinnen des ersten virtuellen Frauen-Forums im Juni verstärkt gewünscht.

Aus ganz Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und sogar Frankreich kamen Teilnehmende zum zweiten virtuellen FOM Frauen-Forum | © Padlet

Die Referentin Isabelle Hoyer ist Unternehmerin, Mutter und vor allem eins: Netzwerkerin. Sie hat in ihrem Impuls an ihrer persönlichen Geschichte teilhaben lassen und gezeigt, was Netzwerken für sie bedeutet: gemeinsam eine Wirkung erzielen, ein Geben und Nehmen sowie der Austausch von Inhalten. „Erfolgreiches Netzwerken braucht nicht nur ehrliches Interesse an anderen, sondern auch Aufmerksamkeit und Verbindlichkeit den Kontakten gegenüber, ebenso wie Aufrichtigkeit und Verlässlichkeit. Und das gilt für das Netzwerken jeglicher Art: ob privat oder im Business, im Kindergarten oder im Top-Management, in der IT- oder der Medienbranche. Ob diese Attribute nun im persönlichen Kontakt oder virtuell umgesetzt werden, hängt immer von Situation, Zeit und Thema ab. Und da Corona eben wenig Alternativen lässt, machen wir das Beste draus und vernetzen uns online bzw. in virtueller Präsenz“, so die Mitgründerin des PANDA Women Leadership Network. Gemeinsam mit ihrem Team möchte sie mehr Frauen in Führungsrollen bringen und damit einen Beitrag zu einer gleichberechtigten Gesellschaft leisten. „Durch die sozialen Medien und Kanäle prasseln viele Informationen auf einen ein, die verarbeitet werden wollen. Da muss man die für sich passenden Kommunikationswege auswählen.“

Beim zweiten virtuellen Frauenforum stand das (virtuelle) Netzwerken im Vordergrund – auch zwischen den Teilnehmerinnen während des Forums (Foto: FOM/Tim Stender)

Die aktuelle Situation habe gezeigt, dass man auch virtuell netzwerken könne. Gerade auch für berufstätige Mütter sei das sehr praktisch. So können sie sich die Vielzahl an Events verschiedener Netzwerke nun verstärkt zunutze machen und von zu Hause aus netzwerken.

FOM Professorin Dr. Eleonore Soei-Winkels, ebenfalls begeisterte Teilnehmerin der Veranstaltung, trat mit Frau Hoyer in den Dialog und ergänzte: „Vor- und nachbereitende Aktivität zu solchen Events über Plattformen wie LinkedIn oder Xing kann das persönliche und virtuelle Netzwerken sinnvoll flankieren.“

„Ich freue mich sehr über die vielen positiven Reaktionen auch wieder auf dieses Frauen-Forum. Nachdem die Präsenzforen an den verschiedenen FOM Hochschulzentren im ganzen Land ja seit vielen Jahren erfolgreich angenommen werden, ist dieses virtuelle Format nun eine weitere Möglichkeit, Frauen zu fördern. Mit aktuellen Themen informieren wir sie, bringen Gleichgesinnte – an Karriere interessierte Frauen – zusammen und eröffnen ihnen neue Perspektiven“, so das Fazit der Rektoratsbeauftragten für Diversity Management der FOM Hochschule Prof. Dr. Anja Seng, die die Frauen-Foren seit über zehn Jahren moderiert, an der FOM lehrt sowie am ifpm Institut für Public Management der Hochschule forscht.

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation | 05.10.2020

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