Internationalisierung als Qualitätsmerkmal von Hochschulausbildung – aktuelle Entwicklungen im Bereich Forschung
Bildung ist der Schlüssel für den Einzelnen, die Chancen und Risiken der Globalisierungsprozesse zu erkennen und für den persönlichen Erfolg in Balance zu bringen. Dabei wird insbesondere Internationalisierung zunehmend zu einem Qualitätsmerkmal von Hochschulausbildung und muss als Bestandteil aller Aktivitäten in Lehre und Forschung mitgedacht und berücksichtigt werden. Auch die FOM führt ihre Forschungsaktivitäten zunehmend mit internationaler Ausrichtung durch. Dies leistet einerseits einen Beitrag zur Etablierung des Forschungsstandortes Deutschland und unterstützt andererseits die Lehre an der Hochschule.

Aufbauend auf den internationalen Netzwerken der Forschungseinrichtungen konnten aktuell durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FOM eine Reihe von international ausgerichteten Drittmittelprojekten eingeworben werden. Das ifgs Institut für Gesundheit und Soziales lieferte hierzu gleich mehrere Beiträge. Ausgehend von den durch das BMBF geförderten Projekten „Arteria Danubia“ (01DS17019) und „DigiCare Country“ (01DS19034) wurde am ifgs in den letzten Jahren ein internationales Forschungsnetzwerk etabliert, das eine Reihe von Förderanträgen generieren konnte.
Das von Prof. Dr. habil. Manfred Cassens geleitete Vorhaben “Competences in Health Network Management – ComHeNet“ (Projektnummer: 2019-1-DE01-KA203-005025) knüpft unmittelbar an die geleisteten Vorarbeiten an. In Kooperation mit der FDIBA an der TU Sofia (BG), der Eötvös Loránd University (HU), der Uniwersytet Śląski Katowitz (PL), der FH Joanneum Graz (AUS) und der Universidad Católica San Antonio de Murcia (ES) werden in der Zeit von 01.09.2019-30.08.2022 innovative Qualifizierungsangebote für das Management von Gesundheitsregionen entwickelt. Die Strategische Partnerschaft (KA2) wird durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert.
Das Projekt “Alliance for the family”, an dem Prof. Cassens ebenfalls beteiligt ist, wird unter der Federführung des Akademickie Centrum Informacji i Edukacji Europejskiej sowie der Kommune Ełk (PL) in der Zeit von 01.09.2019-31.08.2022 durchgeführt. Im Projekt wird analysiert, ob das Modell der „lokalen Bündnisse für Familie“ im Partnerland Polen adaptiert werden kann.
Der DAAD unterstützt in seinem neuen Förderprogramm HAW.International Fachhochschulen bei Kooperationsprojekten mit internationalen Partnern. Hierzu fördert er sowohl die Anbahnung von ersten Kontakten zu Organisationen im Ausland als auch die institutionelle Verankerung von internationalen Kooperationen innerhalb der Hochschule. Das am 01.10.2019 gestartete Vorhaben „Research Network International – RNI” (Projekt-ID: 57509496) wurde in dem Programm unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann zur Förderung ausgewählt. Im Rahmen des Projektes werden in Kooperation mit der FDIBA an der TU Sofia (BG), der Eötvös Loránd Universität (HU), der FH Joanneum Graz (AUS) sowie der Pädagogischen Universität Krakau (PL) in der Zeit bis September 2021 neue Formate wissenschaftlicher Tagungen unter Beteiligung von Master-Studierenden konzipiert und pilotiert. Ziel ist es unter anderem, die internationale Betreuung von Master-Arbeiten im Netzwerk der FOM zu etablieren.
Neben dem ifgs sind aber auch weitere Forschungseirichtungen in internationalen Kontexten aktiv. Das Institute for Strategic Finance ist z.B. unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Zureck seit dem 01.09.2019 als Partnerin am Projekt „Finance Literacy International Program – FLIP“ (Projektnummer: 2019-1-CZ01-KA203-061357) beteiligt. Unter der Federführung der Masarykova Univerzita (CZ, Lead) und in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien (AUS) wird diese neue strategische Partnerschaft in der Zeit vom 01.09.2019-30.08.2021 durch das Programm Erasmus+ der EU gefördert.
„Es freut uns außerordentlich, das sich die Forschungseinrichtungen der FOM zunehmend in internationale Forschungsverbünde integrieren“ so Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor für Forschung und ergänzt: „Die letzten Entwicklungen zeigen, dass die Hochschule ihre Internationalisierungsstrategie auch im Bereich der Forschung konsequent umsetzt. Sowohl den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch den Mitarbeitenden des Teams internationale Projekte gilt mein ausdrücklicher Dank dafür, dass wir hier substantielle Fortschritte erzielen konnten.“
Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff | Vizekanzler Forschungsorganisation | 21.10.2019
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