Kompetenznetzwerk und Forschungsgruppe zum Thema "Mobilitätswirtschaft der Zukunft" entsteht
Die gesamte Mobilitätswirtschaft zeichnet sich durch disruptive Veränderungen aus: Verkehr, Transport und Mobilität befinden sich im Umbruch. Betroffen sind der Straßen-, Schienen, Luft- und Wasserverkehr. Auch die Logistik muss neu gedacht werden, für Transporte werden vermehrt Schifffahrt und Schiene statt Lkw eingesetzt. Verkehrssysteme werden vernetzt, neue Verkehrssysteme entwickelt.

Aber ein Umbruch findet auch im privaten Bereich statt. Die Nutzungsmuster der Konsumenten ändern sich. Flug-Taxis befinden sich in der Entwicklung. Das Auto, das bislang als Statussymbol galt, wird heute in urbanen Zentren eher zum Ballastfaktor – aus Gründen des Platzes wie der Umweltbelastung. Die Entwicklung weg geht von individueller Nutzung, hin zu Sharing-Konzepten mit unterschiedlichsten Systemen und Apps. Das Zukunftsauto fährt zudem vernetzt, autonom und wird durch abnehmende Abgas- und CO2-Emissionen immer umweltfreundlicher. Hochgeschwindigkeitszüge werden weiterentwickelt.
Von den oben skizzierten Entwicklungen gehen viele ökonomische und gesamtwirtschaftliche Fragestellungen aus. Hier sieht die FOM Hochschule einen großen Bedarf an Forschung und Expertise, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Vogt sollen hier thematisch auf die Mobilitätswirtschaft ausgerichtete Expertinnen und Experten zusammengeführt werden. Zu diesem Zweck fand Ende Januar bereits ein erster Round-Table mit dem Titel „Mobilitätswirtschaft der Zukunft“ statt.
Neben dem Prorektor Forschung Prof. Dr. Thomas Heupel bearbeiten gemeinsam mit Professor Vogt Prof. Dr. Christian Chlupsa, Dr. Tilko Dietert, Prof. Dr. Hans Kraus, Prof. Dr. Ulf Pillkahn und Prof. Dr. Klemens Waldhör das Thema. Zunächst fokussiert sich die Expertenrunde auf die Automobilindustrie. Elektromobilität, das autonome Fahren und neue Geschäftsmodelle zur Mobilität sind dabei nur drei Themen und strategische Herausforderungen der aktuellen Entwicklung.
Jährlich werden neue Modelle auf den Markt gebracht. PWC prognostiziert für das Jahr 2030, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge bei 20,3 % liegen wird. Das sind 7,1 Mio. Fahrzeuge. Big Data und autonomes Fahren ermöglichen neue Geschäftsmodelle für innovative Serviceprozesse. Beispielsweise will General Motors schon ab diesem Jahr erste Roboter-Taxis betreiben und Daimler arbeitet an intelligenten Zustellfahrzeugen, die Pakete mit Drohnen ausliefern sollen.
Digitale Ökosysteme, in die KundInnen, Hersteller, Händler und Partner integriert werden, stehen bei fast allen Herstellern ganz weit oben in der Priorität. Für die private wie berufliche Moblität gilt: Vernetzte Mobilitätsformen und Mobilitätsbudgets entwickeln sich zunehmend zu Alternativen zum klassischen (Firmen-)Fahrzeug. Diese Entwicklungen beziehungsweise disruptiven Veränderungen führen dazu, dass sich viele traditionelle Geschäftsmodelle in der Mobilitätswirtschaft verändern müssen und neue entstehen werden.
„Unsere gebündelte Expertise verbunden mit den Forschungsmöglichkeiten an unserer Hochschule, flächendeckend verteilt über ganz Deutschland, wird einen wertvollen Beitrag zur Ausgestaltung zukünftiger Mobilität leisten können“, freut sich Prof. Dr. Roland Vogt.
Er lehrt Allgemeine Betriebswirtschaftslehre insbesondere Strategisches Management am FOM Hochschulzentrum München.
Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation | 22.03.2019
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