Barrierefreiheit: Wirtschaftspsychologie im medialen Wandel – FOM Absolventin präsentiert Forschungsergebnisse auf Jahrestagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie   - FOM forscht

Barrierefreiheit: Wirtschaftspsychologie im medialen Wandel – FOM Absolventin präsentiert Forschungsergebnisse auf Jahrestagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie  

„Fühlen statt Sehen – die Bedeutung haptischer Informationen im wirtschaftlichen Kontext bei Menschen mit visuellen Einschränkungen“ – das ist das Thema, zu dem FOM Absolventin Ann-Kathrin Hesse M.Sc. gemeinsam mit Prof. Dr. Mandy Nuszbaum geforscht hat.

Barrierefreiheit: „Fühlen statt Sehen – die Bedeutung haptischer Informationen im wirtschaftlichen Kontext bei Menschen mit visuellen Einschränkungen“ – das ist das Thema, zu dem FOM Absolventin Ann-Kathrin Hesse M.Sc. (li.) gemeinsam mit Prof. Dr. Mandy Nuszbaum geforscht hat. Auf der GWPs haben sie ihre Ergebnisse gemeinsam vorgestellt. (Foto: FOM)

Es handelte sich dabei um eine empirische Erhebung im Rahmen der Masterthesis von Frau Hesse, die Wirtschaftspsychologie an der FOM in Bremen studiert hat. Betreut wurde sie dabei von Professorin Nuszbaum, die an der FOM in Nürnberg beziehungsweise seit diesem Semester an der FOM in Münster im Hochschulbereich Wirtschaft & Psychologie lehrt. Professorin Nuszbaum leitet zudem den Bereich Konsumentenpsychologie am Institut für Wirtschaftspsychologie (iwp) der FOM Hochschule.

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie e.V. (GWPs) erachtete den Beitrag als so interessant, dass Frau Hesse eingeladen wurde, ihre Ergebnisse auf der 23. Jahrestagung der Gesellschaft diesen Monat in Berlin zu präsentieren.

FOM Absolventin Hesse, die im Senat für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz in Bremen arbeitet, freute sich über die Gelegenheit, in den Austausch über ihre Ergebnisse zu kommen: “Alltags- und insbesondere Verkaufssituationen sind geprägt durch Nutzung haptischer Informationen zur Identifikation von Objekten und Produkten sowie im zwischenmenschlichen Bereich. Menschen mit eingeschränktem beziehungsweise fehlendem Sehvermögen müssen die fehlenden visuellen Eindrücke im Alltag kompensieren, wodurch haptische Erlebnisse im wirtschaftlichen Kontext an Relevanz gewinnen. Die vorliegende Studie zeigt, dass blinde Menschen zwischenmenschliche Berührungen positiver beurteilen und ein höheres Bedürfnis an haptischen Produktinformationen aufweisen als sehende Menschen, wodurch sich praktische Implikationen für die Gestaltung von Verkaufsgesprächen und Produktverpackungen ergeben.“

240 Teilnehmende aus der angewandten Forschung im Bereich Wirtschaftspsychologie kamen bei der Tagung zusammen, um sich zum Thema Wirtschaftspsychologie im medialen Wandel auszutauschen.

Prof. Dr. Nuszbaum forscht bereits seit einigen Jahren zur Bedeutung haptischer Informationen im zwischenmenschlichen Kontext und bei der Nutzung von Produktinformationen. Sie entwickelte zwei deutschsprachige Skalen zur Messung individueller Unterschiede im Need for Interpersonal Touch (Nuszbaum, Voss, & Klauer, 2014) und Need for Touch (Nuszbaum, Voss, Klauer & Betsch, 2010), welche Eingang in die Studie von Frau Hesse fanden und deren theoretische Hintergründe die Basis für ihre Forschungsarbeit bildeten.

Einen Beitrag zum Studienabschluss von Frau Hesse mit einem Interview mit ihr haben wir bereits im Oktober 2018 veröffentlicht.

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation | 21.03.2019

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