Freude am MINT-Unterricht hat signifikanten Einfluss auf naturwissenschaftliche Kompetenzen

17.11.2017 – Die MINT-Arbeitskräftelücke hat einen neuen Rekordwert erreicht. Das geht aus dem MINT-Herbstreport 2017 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. hervor. Zudem hat sich die Ausprägung der Lücke in den vergangenen Jahren verändert: Ihr Schwerpunkt liegt nun in nicht-akademischen Berufskategorien wie Facharbeiter*in, Meister*in oder Techniker*in. Bei den IT-Expert*innen hat sich in den vergangenen drei Jahren sogar mehr als verdoppelt.
Angesichts dieser erschreckenden Zahlen fordern die Wissenschaftler*innen des IW dazu auf, die MINT-Bildung in der Breite zu stärken. Dabei heben sie vor dem Hintergrund der PISA-Daten aus dem Jahr 2015 hervor, dass der Spaß am naturwissenschaftlichen Unterricht – gemessen an den Aussagen der Schüler*innen – einen starken Einfluss auf die naturwissenschaftlichen Kompetenzen hat. Eine besondere Rolle können in den Augen der IW-Fachleute dabei auch die vielen regionalen und bundesweiten Initiativen spielen – indem sie dazu beitragen, junge Menschen für ein MINT-Studium oder eine entsprechende Berufsausbildung zu motivieren.
Eine diese Initiativen ist Zukunft durch Innovation.NRW – kurz: zdi. Dahinter verbirgt sich eine Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen, in der sich auch die FOM seit Jahren engagiert: Als Teil des zdi-Zentrum MINT-Netzwerkes Essen ist die Hochschule mit einer großen Anzahl an regionalen Akteuren vernetzt und hat eine Reihe von Projekten angestoßen. Ein Beispiel: Flexlabplus. Am KCQ KompetenzCentrum für industrielle Entwicklung & Qualifikation entstehen mobile Experimentiersets für den Einsatz in der Sekundarstufe II, die Schüler*innen die Schlüsseltechnologie 3D-Druck näher bringen sollen. Eine andere Zielsetzung wird beim Projekt EDU-LINK verfolgt: Hier entsteht eine virtuelle Plattform, über die Erzieher*innen und Lehrer*innen mit Content wie Videos, Webinaren oder Slidecasts zu MINT-Themen versorgt werden sollen.
Aus diesen Beispielen wird deutlich: Wir freuen uns, als Teil der zdi-Initiative einen kleinen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten zu dürfen. Nur ein Netzwerk der regionalen Akteure entlang der gesamten Bildungskette kann hier eine Wirksamkeit erzeugen.
Dipl.-Ing. (FH) Christoph Hohoff, wissenschaftlicher Koordinator und Projektleiter am KCQ KompetenzCentrum für industrielle Entwicklung & Qualifikation.
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