Vom Wissen zum Handeln: Der Weg zum gesundheitsorientierten Verhalten

10.07.2017 – Regelmäßige Pausen, weniger Fastfood, mehr Bewegung. Die Grundzüge gesundheitsorientierten Verhaltens sind den meisten Mitarbeitenden bekannt. Doch wie entwickelt sich aus diesem Wissen eine entsprechende Haltung im (Arbeits)Alltag? Vor dieser Frage stehen viele Verantwortliche im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Eine mögliche Antwort stellte Timo Senger Ende Juni im Hochschulzentrum Essen vor. Auf Einladung von FOM Dekan und ifgs-Direktor Prof. Dr. David Matusiewicz hielt der Geschäftsführer der Gobran Coaching GmbH einen 90-minütigen Vortrag in der Vorlesung des berufsbegleitenden Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Sozialmanagement.
„Wer bei seinen Mitarbeitenden ein starkes Gesundheits-Mindset etablieren möchte, sollte drei Schritte berücksichtigen: reduzieren, referenzieren und reflektieren“, erklärte Timo Senger den Studierenden. „Auf Leitsätze reduzierte Inhalte werden schneller verstanden. Mit einfachen Beispielen – also Referenzen – aus den eigenen Erfahrungen werden sowohl Problemstellungen als auch Lösungsbilder griffiger. Hinzu kommt die Selbstreflexion, die über passende Fragen erzeugt wird.“ Wie das in der Praxis aussehen kann, verdeutlichte er am Fall eines übergewichtigen Mitarbeiters mit Knieproblemen: Die Leitsätze könnten „Kein Sport ist Selbstmord“ oder „Du bist, was du isst“ lauten. Die Reflexion könnte sich um die Fragen drehen, was passiert, wenn das Verhalten nicht geändert wird, und wie es sich anfühlen würde, keine Treppe mehr gehen zu können.
Zur Ergänzung dieses Ansatzes hat Gobran Coaching eine Software zur Erstellung von Micro-Learnings entwickelt. Sie werden nach didaktischen Prinzipien erstellt und automatisch an Mitarbeitende verschickt. „Sie ermöglichen eine nachhaltige Gestaltung des Prozesses, der durch die drei Schritte angestoßen wurde, und stellen den Lerntransfer sicher“, so Timo Senger. Im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement seien mit dieser Kombination gute Ergebnisse erzielt worden. Das würde eine entsprechende wissenschaftliche Evaluation belegen, die demnächst im bei Springer erscheinenden Buch „E-Health“ vorgestellt würde.
Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation
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