Rückblick auf die dghd16: Was verbirgt sich hinter „1-5-3 Themenübersicht“? - FOM forscht

Rückblick auf die dghd16: Was verbirgt sich hinter „1-5-3 Themenübersicht“?

Lisa Kiara Franke, Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels und Madita Hollerbach (v.l.)
Lisa Kiara Franke, Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels und Madita Hollerbach (v.l.)

31.10.2016 – Den Dialog und das (gegenseitige) Lernen der Veranstaltungsteilnehmer/innen fördern – mit diesem Ziel setzt die Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) im Rahmen ihrer Jahrestagungen auf ein besonderes Veranstaltungsformat: den DisQspace. „Im Vordergrund steht dabei der Diskurs“, erläutert Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels. „Jeder Beitrag muss sowohl Inputelemente wie Poster oder Referat als auch Austauschelemente wie Diskussionsrunde oder Kleingruppenarbeit enthalten.“ Die FOM-Professorin spricht aus Erfahrung: Auf der dghd 2016 hat sie einen dieser DisQspace geleitet und war gleichzeitig mit einem eigenen Vortrag in diesem interaktiven Format vertreten.

Das Thema der Runde am 23. September 2016: aktivierende Lehrmethoden. Julia Knoch (Ruhr-Universität Bochum) und Elisabeth Kampmann (Goethe-Schule Bochum) sprachen beispielsweise über den Einsatz von Planspielen in der kompetenzorientierten geistes- und sozialwissenschaftlichen Lehre. Mit der Frage, wie Improtheater in der hochschuldidaktischen Weiterbildung und universitären Lehre zum Einsatz kommen kann, befassten sich Daniel Al-Kabbani (Creaversity) und Anne-Kathrin Kenkmann (Ruhr-Universität Bochum). Das Konzept des Flipped Classroom stand im Zentrum des Beitrages von Ellen Römer, Hartmut Ulrich, Lukas Burs, Bruno Lindner und Nina Friese (Hochschule Ruhr West).

Prof. Dr. Soei-Winkels stellte den von ihr entwickelten Ansatz „1-5-3 Themenübersicht“ vor. Oder besser: Sie ließ ihn vorstellen. „Damit ich mich voll und ganz auf meine Rolle als Chair konzentrieren konnte, haben Madita Hollerbach und Lisa Kiara Franke den Vortrag für mich gehalten. Sie studieren an der FOM Düsseldorf und haben das Modul Arbeits- und Organisationspsychologie erfolgreich bei mir abgeschlossen.“ „1-5-3 Themenübersicht“ hat die FOM-Professorin auf Basis ihrer Erfahrungen mit zwei Birkenbihl-Methoden entwickelt und in ihr eigenes Lehrkonzept aufgenommen: Im Laufe der ersten 15 Minuten einer Vorlesung können Studierende Inhalte vergangener Termine rekapitulieren, mit der Dozentin oder dem Dozenten abgleichen und sich mental auf die aktuellen Inhalte einstimmen. „1-5-3 Themenübersicht“ liefert ihnen die Struktur, um inhaltliche Argumente aus der Vogelperspektive gehirngerecht zusammenzufassen und dann als Lernunterlage zu nutzen.

„Madita Hollerbach und Lisa Kiara Franke haben ihre Aufgabe, mich als Beitragende zu vertreten, äußerst zufriedenstellend erfüllt“, lautet das Fazit von Prof. Dr. Soei-Winkels. „Ich konnte nur ihretwegen meine Aufgaben als Chair zu jeder Zeit erfüllen. Beide haben – wie in einem DisQspace üblich – mehrfach vor wechselndem Publikum meine 1-5-3 Themenübersicht kompetent erklärt und darüber hinaus die Studierendenperspektive authentisch dargestellt. Für mich und die anderen Lehrenden war ihre Unterstützung ein absoluter Gewinn und ich danke beiden für ihr Engagement.“123themenauswahl_bild

Auch die Rückmeldung der beiden FOM-Studierenden fällt positiv aus. „Mir hat besonders gut gefallen, dass wir durch den Vortrag die Möglichkeit hatten, eine authentisch studentische Perspektive zu einer Lehrmethode einzubringen“, erklärt Lisa Kiara Franke. „Was unseren Beitrag ausgezeichnet hat und für das Publikum spannend war, war definitiv ein gekonnter Perspektivwechsel. Neu entwickelte Methoden von Lehrenden fanden sich viele auf der dghd16. Eine von der Lehrkraft entwickelte Methode, die an Studierenden bereits erprobt wurde und danach auch von eben diesen Studierenden authentisch erläutert wurde, schien selten und weckte bei den Besuchern viel Interesse. Der darauf folgende Austausch war für beide Seiten effektiv und spannend.“ Und Madita Hollerbach ergänzt: „Die Entscheidung, Prof. Dr. Soei-Winkels auf die dghd16 zu begleiten war definitiv die richtige. Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, zu referieren. Vor einer Gruppe Lehrender zu stehen und eine Methode aus persönlicher, studentischer Perspektive darzustellen war spannend und bereichernd. Dank des sachlichen Rahmens war viel Raum für neue Ideen und konstruktives Feedback für beide Seiten. Es tut gut, zu sehen, wie viel Engagement und Ideen allein bei unserem Vortrag vorgestellt wurden, um die Lehre greifbarer und abwechslungsreicher zu gestalten.“

Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation

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