Die FOM Bremen setzt auf Forschungsnetzwerke

10.05.2016 – „Wir haben an der FOM das erreicht, was wir intern ‚Masterkongruenz‘ nennen: Jedem berufsbegleitenden Studiengang mit dem Abschluss ‚Master of Science‘ ist mindestens ein Institut oder KompetenzCentrum zugeordnet“, erklärte Prof. Dr. Thomas Heupel anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Forschungsberichtes. Diese Kongruenz, so der Prorektor Forschung weiter, soll in einem nächsten Schritt auch auf Ebene der bundesweit 31 Studienzentren durchgesetzt werden. Was aber tun, wenn an einem Standort a) zu beinahe jedem Semester unterschiedliche Master-Programme starten und b) zu wenig Hauptberufler sind, um eine Assoziierung mit den jeweiligen wissenschaftlichen Einrichtungen zu gewährleisten? Vor dieser Herausforderung stand das Hochschulzentrum Bremen – und entschied sich für den Aufbau von Forschungsnetzwerken.
„Aktuell haben wir sieben hauptberuflich Lehrende. Um sie zu motivieren, Teile ihrer ohnehin knappen Ressourcen in die Forschung zu investieren, mussten wir eine Lösung finden, von der alle profitieren“, erklärt Prof. Dr. Tina Nehlsen-Pein. „Über Netzwerke können wir zum einen die größtmöglichen Synergien erzielen und haben zum anderen ein automatisches Motivationssystem: Bei Forschung im Team ist man schlichtweg darauf angewiesen, dass die oder der Sparringspartnerin oder -partner mitzieht“, betont die wissenschaftliche Studienleiterin.
Bereits etabliert haben sich die Netzwerke „Management“ unter der Leitung von Dr. Hartmut Meyer und mit Schwerpunkten wie Marketing und Controlling sowie „Behavioral Economics“ um Prof. Dr. Nehlsen-Pein. Gemeinsam mit Bremer Kolleginnen und Kollegen setzt sie sich u.a. mit wissenschaftlichen Methoden zur Entscheidungsfindung in der BWL sowie dem Verhalten des Individuums unter Unsicherheit und Ungewissheit auseinander. Noch im Aufbau begriffen ist das Netzwerk „Demografie“ um Prof. Dr. Christina Wilke. In Planung befindet sich „Informatikdidaktik“ um Prof. Dr. Christina Dörge und mit den beiden Schwerpunkten Methoden- und Transferkompetenz. Die konkrete Forschungsarbeit in den einzelnen Netzwerken sieht ganz unterschiedlich aus: Die einen konzentrieren sich auf Beiträge für wissenschaftliche Konferenzen und Veranstaltungen, die anderen setzen auf Publikationsprojekte – von Artikeln über Arbeitspapiere bis zu Büchern.
„Sollte sich die Lage am Studienzentrum ändern, können wir die Netzwerk-Struktur natürlich jederzeit aufbrechen“, sagt Prof. Dr. Nehlsen-Pein mit Blick auf das stetige Wachstum von Studierenden- und Lehrendenzahlen in Bremen. „Bereits jetzt wirken einige von uns in Instituten und KompetenzCentren mit.“ Sie selbst engagiert sich beispielsweise im KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige, Prof. Dr. Tim Jesgarzewski ist Leiter des in Hamburg angesiedelten KCW KompetenzCentrums für Wirtschaftsrecht, und Dr. Hartmut Meyer arbeitet mit beim KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand.
Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation
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