Jeder Zweite in Deutschland gibt über 300 Euro für Weihnachtsgeschenke aus
Trotz des sinkenden Konsumklimas in Deutschland – laut GfK sank der entsprechende Index erstmals seit 2013 unter die Nulllinie – werden die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke im Vergleich zu den Vorjahren weiter ansteigen. So lautet das Ergebnis der diesjährigen repräsentativen Umfrage der FOM Hochschule zum Einkaufsverhalten der Konsumenten in Bezug auf Weihnachtsgeschenke. Mit Hilfe von mehr als 4.300 Lehrenden und Studierenden befragte Prof. Dr. Oliver Gansser bundesweit insgesamt 46.550 Menschen ab 12 Jahren in Face-to-Face-Interviews. „Für Weihnachtsgeschenke wollen die Bürger in diesem Jahr knapp 460 Euro ausgeben. Das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr und gut 35 Prozent mehr als noch 2011“, so der wissenschaftliche Studienleiter der FOM.
Vier von fünf Befragten gehen davon aus, dass sie im Vergleich zu 2014 genauso viel oder mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben werden. Mit durchschnittlich knapp 500 Euro verfügen Menschen, die im Postleitzahlgebiet 8 wohnen, über das größte Budget für Weihnachtspräsente. Bundesweit betrachtet sind Männer spendabler als Frauen: Im Schnitt wollen sie rund 30 Euro mehr investieren. Gleiches gilt für diejenigen, die sich zur Landbevölkerung zählen: Sie planen knapp 12 Euro mehr ein als Einwohner von Städten. „Spitzenreiter beim Geldausgeben sind erneut die 56- bis 65-Jährigen, die für Weihnachtsgeschenke gut 113 Euro mehr zur Verfügung stellen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zu den Vielausgebern zählen in erster Linie Hausfrauen und -männer“, fasst Professor Gansser zusammen.
Relevant für den Einzelhandel: Frauen kaufen in der Regel deutlich früher Weihnachtsgeschenke ein als Männer. „Bis Mitte Dezember hat der Großteil der Frauen bereits den Geschenkeeinkauf erledigt. Männer fangen vielfach erst Anfang Dezember an, sich Gedanken zu machen und kaufen ihre Geschenke bis kurz vor Weihnachten“, so der FOM Studienleiter.
Als wichtigste Informationen für die Kaufentscheidung empfinden die Befragten Empfehlungen von Freunden und Bekannten, eine Beratung im Fachgeschäft sowie die Internetrecherche. Auch Kundenbewertungen im Internet spielen bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle.
Aus welchen Warenbereichen die Menschen in Deutschland am liebsten Artikel verschenken, wieviel sie konkret dafür ausgeben, wo sie ihre Geschenke erwerben und ob mittlerweile mehr online als im stationären Handel gekauft wird, ist in der Ergebnispräsentation auf der FOM Homepage zusammengefasst.
Silke Fortmann, Pressereferentin
Suche nach Beiträgen
Beitrag teilen
Forschungsstark und international beachtet: FOM Studierende setzen Impulse zur Positiven Psychologie am Arbeitsplatz
Positive Psychologie wird zunehmend relevant – auch in Unternehmen. Das jetzt erschienene Themenheft der Zeitschrift „Wirtschaftspsychologie“ greift diesen Trend auf: Neun wissenschaftliche Beiträge untersuchen ...
WeiterlesenVerbesserte Versorgung bei Lungenkrebs: DigiNet-Projekt nominiert für Gesundheitspreis
Das Forschungsprojekt (DigiNet) hat das Ziel, die Tumortherapie für Lungenkrebspatientinnen und -patienten zu optimieren. Die in » diesem Artikel veröffentliche Studie zeigt, dass Patientinnen und Patienten von der Versorgungsstruktur des nationalen Netzwerks profitieren und länger leben.
WeiterlesenNeue Regeln, klare Haltung: So sichert die FOM wissenschaftliche Qualität
Die Forschungsfreiheit ist in Deutschland grundrechtlich geschützt. Diese Freiheit bedeutet aber nicht, dass Forschungsprozesse ohne Regeln ablaufen. Wissenschaft lebt von Transparenz, Verantwortung und Qualität. Um die Qualität wissenschaftlicher Arbeit zu sichern, legt die wissenschaftliche...
Weiterlesen