Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft – FOM Wissenschaftler sind dabei - FOM forscht

Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft – FOM Wissenschaftler sind dabei

Der 60. Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft in München stand unter dem Titel „Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft“. Das Thema ist wie geschaffen für die angewandte Forschung an der FOM – und so waren auch viele FOM Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit verschiedenen Projekten aus diesem Bereich vertreten. Das belegt auch der Tagungsband mit seinen knapp 750 Seiten.

Dr. Yvonne Ferreira gewährte beispielsweise Einblicke in ihre Analyse arbeitsmedizinischer und -psychologischer Belastungen und Beanspruchungen bei der Einführung eines neuen Arbeitszeitmodells bei Ordnungskräften. Ihre These: Ein ergonomisch gestaltetes Arbeitszeitmodell habe deutliche Vorteile – zusätzlich zeigten sich aber Gesundheitsrisiken und psychische Beanspruchungen, denen mit präventiven Maßnahmen begegnet werden sollte.

Prof. Dr. Ulrike Hellert berichtete über die Personalrekrutierung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Einige dieser Unternehmen vergeben Rekrutierungsaufgaben an Dienstleister, so die Expertin des iap Institut für Arbeit & Personal. Insbesondere „untypische“ Kandidaten – zum Beispiel Quereinsteiger oder Personen mit diskontinuierlichen Erwerbsverläufen – würden so kaum in Erwägung gezogen. Dies kann mit einem Instrument zur diversitätsorientierten Personalrekrutierung geändert werden, das unter der Leitung von Prof. Hellert an der FOM entwickelt wird.

Prof. Dr. Gottfried Richenhagen stellte sein aktuelles Projekt DAQkommunal vor. Dabei geht es um die Frage, wie Personalentwicklung strategisch nachhaltig gestaltet werden kann, wenn man die fast unübersehbare Vielfalt an Ausbildungen, Aufgaben und Qualifikationen in öffentlichen Verwaltungen in Betracht zieht. Der demografische Wandel verlange eine effektive Antwort, so Richenhagen, und ein wichtiger Baustein hierzu sei das Konzept der Job-Familien, das er in München vorstellte.

Prof. Hans-Dieter Schat hatte ebenfalls den demografischen Wandel im Blick. Ein bewährtes Konzept in diesem Kontext sei das Haus der Arbeitsfähigkeit. Doch wie lässt sich dieses Konzept mit übergreifenden Managementkonzepten verknüpfen? Beispielhaft stellte er für das EFQM Modell der Business Excellence Anknüpfungsmöglichkeiten dar. Eine Integration von Arbeitsfähigkeit und Business Excellence sei also nicht nur sinnvoll, sondern mit den vorliegenden Modellen auch elegant möglich.

Mit einer eigenen Veranstaltung war die FOM Forschung auf diesem Kongress nicht vertreten. Hierin sehen die FOM Wissenschaftler eine Herausforderung – und notierten sich den 25. bis 27. Februar 2015. Denn dann findet der 61. Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft in Karlsruhe statt.

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