DAQ – Demografieaktive Qualifizierung in Kommunen und Kreisen - FOM forscht

DAQ – Demografieaktive Qualifizierung in Kommunen und Kreisen

Der demografische Wandel stellt den öffentlichen Dienst vor große Herausforderungen: In den kommenden sieben Jahren gehen ca. 33 Prozent des Führungspersonals in Westdeutschland in den Ruhestand, in Ostdeutschland sind es rund 25 Prozent. Zudem sind ca. 52 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter älter als 44 Jahre, 33 Prozent älter als 50 Jahre. „Dadurch erhält die Qualifizierung und Weiterbildung in den Kommunen und Kreisen einen völlig neuen Stellenwert“, erklärt Prof. Dr. Gottfried Richenhagen von der FOM Hochschule, „denn die zukünftig fehlenden Fach- und Führungskräfte müssen zu einem Großteil aus den eigenen Reihen rekrutiert werden.“ Hier setzt das von ihm geleitete Forschungsprojekt „DAQ – Demografieaktive Qualifizierung in Kommunen und Kreisen“ an: Gemeinsam mit fünf Kommunen sowie den Personalexperten der Prognos AG und Prospektiv – Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltung will die FOM Hochschule demografieaktive, auf antizipierte Zukunftsbedarfe ausgerichtete Personalentwicklungs- und Weiterbildungskonzepte entwickeln.

Wie sich ein solches strategisches Personalmanagement in der Praxis umsetzen lässt, nehmen die Projektpartner in zwei Phasen unter die Lupe. In Phase Nummer eins entwickeln die fünf Kommunen ein strategisches Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzept, das den zukünftigen Anforderungen an Kommunalverwaltungen gerecht wird und auf andere Kommunen übertragbar ist. In der zweiten Phase wird dieses Konzept in Form von kommunenübergreifenden und -spezifischen Weiterbildungsmaßnahmen umgesetzt. „Ich sehe DAQ als Modellprojekt“, erklärt Prof. Dr. Richenhagen. „Wir wollen der kommunalen Familie den Anstoß geben, den Schritt hin zu einer strategischen, demografieaktiven Personalentwicklung zu gehen und dabei von unseren Ergebnissen zu profitieren.“

Das Projekt läuft bis zum 31. Mai 2014. Es wird im Rahmen der Initiative „weiter bilden“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds ESF gefördert. Weitere Informationen unter www.daq-kommunal.de.

Stefanie Bergel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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