Scrum-Master als Führungskräfte: Selbstorganisiert zum Erfolg – Herausragende Master-Arbeit von FOM Absolvent veröffentlicht
Wie viel Führung braucht ein selbstorganisiertes Team? Diese Frage beantwortet die herausragende wirtschaftspsychologische Master-Arbeit von Dipl.-Math. Matthias Frye M.Sc. Die jetzt als Fachartikel publizierte Studie des FOM Absolventen zur Rolle von Scrum-Mastern im agilen Projektmanagement zeigt praxisnah, wie „Empowering Leadership“ Teams unterstützt.

Agile Arbeitswelt
In der agilen Arbeitswelt wird oft davon ausgegangen, dass Scrum-Teams keine klassische Führung benötigen. Doch die Master-Arbeit von Matthias Frye zeichnet ein anderes Bild: Auch selbstorganisierte Teams brauchen Unterstützung und Scrum-Master können dabei eine zentrale Rolle spielen. „Das war bereits eine exzellente, wirtschaftspsychologische Abschlussarbeit – trotzdem braucht es einiges an Anstrengung und Ausdauer, um daraus einen Fachartikel entstehen zu lassen. Eine tolle Leistung!“, freut sich Prof. Dr. Hannah Möltner, die an der Publikation mitgewirkt hat. Die Arbeit wurde mit dem Titel „Selbstorganisiert und dennoch geführt – eine explorative Studie zur Führung durch Scrum Master“ in der Preprintversion im wissenschaftlichen Fachjournal „Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie“ veröffentlicht. Das Journal nutzt das Peer-Review-Verfahren, bei dem mindestens zwei unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Arbeit begutachten, bevor sie zur Veröffentlichung freigegeben wird.
Die Paradoxie: Selbstorganisation und Führung
Scrum ist als Framework für selbstorganisierte Teamarbeit konzipiert. Das Team entscheidet selbst, wer an welchen Aufgaben arbeitet. Doch die Rolle des Scrum-Masters bleibt wichtig, wie Matthias Fryes Forschung zeigt. Er untersucht, wie Scrum-Master durch gezielte Führungsansätze das Team stärken, ohne die Selbstorganisation zu untergraben. Damit schafft er Klarheit in einem komplexen Themenfeld, das von den Pionieren des Scrum Ken Schwaber und Jeff Sutherland mit bis zu 16 Rollenanforderungen beschrieben wird.
Empowering Leadership als Schlüssel
Matthias Fryes zentrales Ergebnis ist die Bedeutung von „Empowering Leadership“. Scrum-Master, die diesen Ansatz nutzen, agieren als Coachinnen, Coaches, Mentorinnen und Mentoren, statt direktiv einzugreifen. Sie schaffen Raum für die Selbstorganisation und fördern die Fähigkeiten des Teams, eigenständig Ziele zu erreichen. Dieser Ansatz zeigt, dass Scrum-Master weit mehr als nur „Facilitatoren“ sind – sie sind enge Begleitende und Unterstützende des Teams. Die Arbeit regt auch zu weiteren Diskussionen an: Wie viel Führung ist nötig, und wie viel Freiheit ist förderlich?
Matthias Frye resümiert: „Die Untersuchung der Führung von Scrum-Mastern im Kontext moderner Führungstheorien war für mich persönlich faszinierend und hat zugleich wertvolle Einsichten für die erfolgreiche Umsetzung von Scrum in der Unternehmenspraxis geliefert.“
Ein Beispiel exzellenter Forschung
Mit seiner exzellenten Master-Arbeit in Wirtschaftspsychologie wurde Matthias Frye bereits auf der Absolventinnen- und Absolventenfeier 2023 am FOM Hochschulzentrum Essen als einer der Top 3 ausgezeichnet. Die Veröffentlichung seiner Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur Praxis und Forschung, der zeigt, wie moderne Führung in agilen Teams gelingen kann – und welchen Mehrwert Abschlussarbeiten berufsbegleitend Studierender leisten können. Sie nehmen die Herausforderungen der Praxis mit in die Forschung und bringen die Lösungen wissenschaftlich fundiert in die Praxis ein. Prof. Möltner, die die Arbeit betreut und den Fachartikel gemeinsam mit Matthias Frye veröffentlicht hat, lehrt an der FOM Hochschule Wirtschaftspsychologie und forscht am iwp Institut für Wirtschaftspsychologie.
Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation der FOM Hochschule | 05.12.2024
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