Versorgungsrealität im deutschen Gesundheitswesen – die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) zwischen Wunsch und Wirklichkeit - FOM forscht

Versorgungsrealität im deutschen Gesundheitswesen – die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Wie zum Projektstart Anfang 2020 berichtet, evaluiert das ifgs Institut für Gesundheit & Soziales der FOM, gefördert durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), aktuell die Versorgungspraxis für Patientinnen und Patienten mit besonderen Versorgungsbedürfnissen.

Im Rahmen des diesjährigen Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit in Berlin stellte Dipl.-Volksw. Niels Straub MPH, wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Evaluationsprojekt mit dem Titel „GOAL-ASV – Generelle, alle ASV-IndikatiOnen übergreifende EvALuation und Weiterentwicklung der ASV-RL (§ 116b SGB V)“, die ersten Zwischenergebnisse vor. Sein Vortragstitel im Rahmen der Session „Experten vernetzen – Qualität durch Zusammenarbeit“ war: „Versorgung in der ASV: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Projektleiter Prof. Dr. med. Dengler nutzte die Gelegenheit für den Austausch zum aktuellen Stand des Projekts mit den anwesenden Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus Politik, Kliniken, Kostenträgern und Ärzteschaft.

© Adobestock.com/Kzenon

Im Projektplan wurden bereits erfolgreich wesentliche Meilensteine erreicht: 26 Interviews mit Ärztinnen, Ärzten und Vertretenden der Patientenselbsthilfe wurden schon geführt. Zwei virtuelle Expertenworkshops zur Problemanalyse der aktuellen ASV-Richtlinie und für konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung wurden durchgeführt. An der ASV teilnehmende sowie nichtteilnehmende Ärzte und Ärztinnen wurden zu den relevanten, beeinflussbaren Faktoren und Hürden einer erfolgreichen Umsetzung der ASV-Richtlinie (» weitere Informationen dazu) befragt. Außerdem wurden Patientinnen, Patienten und Klinikleitungen befragt. Nun folgt die Analyse von Routinedaten der Krankenkassen hinsichtlich Diagnosen, Inanspruchnahme, Leistungen und Verordnungen.

Die Auswertung der Ergebnisse werden dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zum Ende des Projektes im Dezember 2021 mit Empfehlungen zur Weiterentwicklung vorgelegt.

Eine Übersicht zur bereits erstellten ASV-Status-quo-Analyse kann in der aktuellen Veröffentlichung von Professor Dengler mit dem Titel „Ambulante spezialfachärztliche Versorgung: Steht der Patient im Mittelpunkt?“ nachgelesen werden.

Das Projekt (FKZ 01VSF19002) wird aus Mitteln des Innovationsfonds zur Förderung von Versorgungsforschung (§ 92a Abs. 2 Satz 1 SGB V) durch den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gefördert.


Katja Waldeyer M.Sc. | Projektassistenz GOAL-ASV | 20.07.2021 

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