Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Achtsamkeit – Ausmaß der Handynutzung in Korrelation zu Konstrukten der Positiven Psychologie - FOM forscht

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Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Achtsamkeit – Ausmaß der Handynutzung in Korrelation zu Konstrukten der Positiven Psychologie

Kunstwörter wie das englische Wort „phubbing”, das sich aus „phone” (Telefon) and „snubbing” (gleichgültig abweisend) zusammensetzt, beschreibt die Nutzung des Smartphones, während andere anwesend sind. Das deutsche „Jugendwort des Jahres” war 2015 bereits „Smombie”. Es setzt sich aus „Smartphone” und „Zombie” zusammen, um auf Personen zu verweisen, die zu sehr von ihren Smartphones eingenommen sind, um ihre Umgebung wahrzunehmen. Beide Wörter haben negative Konnotationen.

Viele Personen sind so sehr von ihren Smartphones eingenommen, dass sie ihre Umgebung nicht wahrnehmen (Foto: FOM/Stefanie Jäger)

Smartphones spielen mittlerweile eine relevante Rolle im menschlichen Alltag der meisten Personen, schon Kinder sind davon immer häufiger betroffen. Viele Personen berichten, dass sie sich durch ihr Handy gestresst fühlen, sie mögen oder können aber auch nicht darauf verzichten.

Prof. Dr. habil. Eva Lermer vom Institut für Wirtschaftspsychologie (iwp) der FOM hat gemeinsam mit Sara Alida Volkmer M.Sc. (Leiden University, Niederlande, und University College Cork, Irland) eine Studie zum Thema durchgeführt. Geleitet wurde diese von der Frage, ob das Handynutzungsverhalten in einer Beziehung zu Konstrukten der Positiven Psychologie, im Speziellen Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Achtsamkeit, steht. Online wurden 461 Personen befragt, um Korrelationen zwischen Smartphone-Abhängigkeit und diesen Konstrukten herauszufinden.

„Das Ausmaß der Handynutzung korreliert damit negativ“, so Professorin Lermer zu den Ergebnissen der Studie mit dem Titel „Unhappy and addicted to your phone? – Higher mobile phone use is associated with lower well-being”. Und wie bereits vorausgehende Studien zeigten, bestätigen die Daten von Volkmer und Lermer, dass Frauen ein höheres Handynutzungsverhalten zeigen als Männer.

Die Studienergebnisse sind im A-Journal „Computers in Human Behavior“ erschienen.

„Zwar handelt es sich nur um eine korrelative Studie und kein Experiment. Daher sind keine Kausalaussagen zulässig. Tatsächlich spricht aber vieles dafür, dass mehr Handynutzung zu geringerem Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Achtsamkeit führt. Es wäre gut, die diesbezügliche Forschung fortzusetzen, um die Frage, ob das stark zugenommene Handynutzungsverhalten tatsächlich negative Konsequenzen hat, also die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, mittels experimenteller Studien zu überprüfen“, so die FOM Wissenschaftlerin, die am FOM Hochschulzentrum München forscht und lehrt, weiter. „Allerdings finden sich schwer Teilnehmende, die für eine Studie ein paar Wochen lang auf ihr Handy verzichten.“

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation | 19.12.2019

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