Vielfaltsbewusste Verwaltung – Diskussion zur Relevanz von Diversity und Diversity Management im öffentlichen Bereich - FOM forscht

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Vielfaltsbewusste Verwaltung – Diskussion zur Relevanz von Diversity und Diversity Management im öffentlichen Bereich

Die Vertreterinnen und Vertreter öffentlicher Institutionen beim Workshop zum Thema Chancengleichheit & Diversity in öffentlichen Verwaltungen, der im Rahmen des Projektes „Führung in der digitalisierten öffentlichen Verwaltung“, kurz: FührDiV, durchgeführt wurde. (Foto: FOM/Tim Stender)

Im Rahmen des Projektes „Führung in der digitalisierten öffentlichen Verwaltung“, kurz: FührDiV, fand Anfang Mai in den Räumlichkeiten der FOM Hochschule in Essen ein Workshop mit 12 Vertreterinnen und Vertretern öffentlicher Institutionen zum Thema „Chancengleichheit & Diversity in öffentlichen Verwaltungen“ (Arbeitstitel) statt. Bei dem Workshop handelte es sich um eine Kooperation mit dem Projekt „INQA-Check Diversity“ für die Erstellung des INQA-Checks „Vielfaltsbewusste Verwaltung“. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von Dipl.-Kfm. (FH) Christian Wilken von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und Stefanie Sausele M. A. vom RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e. V.

„Da wir uns an der FOM Hochschule seit Jahren intensiv mit Fragen des Diversity Managements beschäftigen – sei es in unserer eigenen Organisation, in Lehre, Forschung und in der Praxis, war es uns eine große Freude, das Forschungsteam von FHM und RKW bei uns zu begrüßen“, so Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity Management und stellvertretende Direktorin des Instituts für Public Management (ifpm) der FOM Hochschule.

Vielfalt wird noch nicht überall gelebt

Durch die Interessen der Workshop-Teilnehmenden geleitet, wurde die aktive Auseinandersetzung mit Vielfalt zum Schwerpunkt der Veranstaltung. Frauenförderung ist in den öffentlichen Einrichtungen zwar selbstverständlich, der Umgang mit den sechs „klassischen“ Diversity Dimensionen, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, physische Fähigkeiten, ethnische Zugehörigkeit, Religion und Weltanschauung, wird in den Verwaltungen mitunter weniger prioritär gesehen.

Diversity Management wird von den Workshop-Teilnehmenden als Querschnittsthema betrachtet, wobei die Implementierung in bestehende Strukturen, Prozesse und Abläufe noch eher am Anfang zu stehen scheint. Hierzu werden neue Strategien zur Kontinuität von Aktivitäten und die Verzahnung mit dem operativen Geschäft benötigt. Öffentliche Verwaltungen sind gefordert, angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen.

Ein Instrument, mit dem konkrete Handlungsbereiche erkannt sowie Rahmenbedingungen reflektiert und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können, wird der INQA-Check „Vielfaltsbewusste Verwaltung“ bieten. Dieser wird parallel zu den INQA-Checks in den Bereichen „Führung“, „Gesundheit“ und „Wissen & Kompetenz“ durch das Forschungsteam des ifpm in enger Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster öffentlicher Einrichtungen, entwickelt.

Impressionen aus dem Workshop:

Das Projekt FührDiV wird im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Fachlich begleitet wird das Projekt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Anna Farina Vollbracht M.Sc. | wissenschaftliche Mitarbeiterin ifpm Institut für Public Management | 25.06.2019 

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