Business- und Wissenschaftsnetzwerke: Digital das Hochschulimage pflegen – Interview zu GATE-Germany-Artikel - FOM forscht

Business- und Wissenschaftsnetzwerke: Digital das Hochschulimage pflegen – Interview zu GATE-Germany-Artikel

„Studierende und Forschende verbinden sich weltweit über akademische Netzwerke. Höchste Zeit für Hochschulen, ihre Zielgruppe dort aktiv anzusprechen“, so das Online-Magazin von GATE-Germany, für das die Referentin Forschungskommunikation der FOM Hochschule Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. interviewt wurde.

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A., Referentin Forschungskommunikation der FOM Hochschule, wurde für das Online-Magazin von GATE-Germany zum Thema Business- und Wissenschaftsnetzwerke interviewt (Foto: FOM)

GATE-Germany unterstützt Hochschulen gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) bei der internationalen Präsentation und Positionierung von Studien- und Forschungsangeboten. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Im Rahmen ihrer Recherche für GATE-Germany zum Artikel „Business- und Wissenschaftsnetzwerke: Digital das Hochschulimage pflegen“ stellte Susanne Geu unserer Referentin für Forschungskommunikation die folgenden Fragen:

Frau Lindner-Dehghan Manchadi, welche Strategie verfolgen Sie bei der Nutzung von LinkedIn und Xing?

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi: Für den Bereich Forschungskommunikation, für den ich an der FOM Hochschule verantwortlich bin, nutzen wir vor allem das Business-Netzwerk LinkedIn. Xing bespielen wir gelegentlich auch mit Forschungsinhalten, teilweise auch parallel. Bei LinkedIn, das sich in den letzten Jahren zu einem sozialen Medium entwickelt hat, erhalten wir aber die deutlich größere Resonanz, weshalb es für mich eine erheblich größere Bedeutung hat.
Wir nutzen es zur Erhöhung der Sichtbarkeit unserer Forschungsinhalte und Forschungsleistung und stoßen damit auf großes Interesse. Hier finden sich in erster Linie Praktikerinnen und Praktiker aus der Wirtschaft auf der Suche nach Lösungen für ihre fachlichen Herausforderungen. Zudem hält aber auch mehr und mehr die Wissenschafts-Community Einzug und tauscht sich hochschulübergreifend aus. Hier geht es nicht um Institutionen, die sich voneinander abgrenzen, sondern um Ideen und Visionen, die gemeinschaftlich vorangebracht werden sollen. So wie wir in vielen unserer Drittmittel-Verbundprojekte gemeinschaftlich mit anderen Hochschulen agieren, tun wir dies auch in der Kommunikation auf LinkedIn.

Als Beispiel für ein solches Drittmittel-Verbundprojekt und die entsprechende Forschungskommunikation über LinkedIn kann ich die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten „Experimentierräume“ nennen, bei denen wir gemeinsam mit unter anderem der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg oder auch der Universität Trier in zwei Projekten gemeinsam forschen. Dabei geht es um die sich digitalisierungsbedingt wandelnde Arbeitswelt. Der entsprechende LinkedIn-Post ist auf großes Interesse gestoßen.

Über LinkedIn erreichen wir an Forschungsthemen und -lösungen Interessierte – sowohl aus der Wirtschaft als auch der Wissenschaft. Und um auf Ihre Frage nach der Strategie für meinen Bereich zurückzukommen: Viele Menschen wissen nicht, dass an privaten Hochschulen geforscht wird – und schon gar nicht, in welchem Ausmaß und auf welchem Niveau wir das tun. Viele unserer Forschungsprojekte werden gefördert durch reputierliche Institutionen wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Europäische Union, den Europäischen Sozialfonds und so weiter. Bei der Wahl einer Hochschule für ein Studium oder als Arbeitgeber sind Forschungserfolge auch ein Aspekt. Natürlich ist der Praxisaspekt unserer Lehre ein wichtiger Pfeiler, aber die Studierenden möchten auch wissen, dass die Lehrenden in der Lage sind, Forschungsergebnisse nicht nur zu rezipieren, sondern auch selbst zu generieren. Daher ist die Erhöhung der Sichtbarkeit auch dieser Seite unseres Wissenschaftsbetriebs hier natürlich ebenfalls sinnvoll.

Zu guter Letzt möchten wir unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unserer Forschungskommunikation unterstützen, damit sie sich voll und ganz auf ihre Kernaufgaben, das Forschen und Lehren, konzentrieren können.

Wo sind Sie besonders erfolgreich bzw. engagiert und warum?

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi: Bei LinkedIn sind wir besonders engagiert, weil wir dort, wie gesagt, große positive Resonanz erfahren – sprich: erfolgreich damit sind. Das führe ich darauf zurück, dass es sich dabei mittlerweile um ein soziales Medium handelt, bei dem es vielfach um den Austausch zu Themen geht.

Für unsere Hochschule gilt natürlich auch noch ein Faktor, der für andere staatliche Hochschulen oftmals nicht gilt: Unsere Studierenden sind – anders als Studierende klassischer Hochschulen – ja in der Regel bereits berufstätig, wenn sie ein Bachelor- oder Master-Studium aufnehmen. Das heißt, sie sind häufig auch schon in beruflichen Netzwerken unterwegs – im realen Leben ebenso wie online. Gleiches gilt für unsere Lehrenden. Man erhält eine Professur an der FOM Hochschule erst, nachdem man eine einschlägige berufliche Tätigkeit in der Wirtschaft nachweisen kann. Insbesondere viele unserer Lehrbeauftragten sind neben ihrer akademischen Tätigkeit an der FOM als Führungskräfte international agierender Unternehmen, als Unternehmensberater und Managerinnen tätig – und bewegen sich als solche selbstverständlich auch auf LinkedIn. Und das ist ja auch die Zielgruppe, die wir für gegebenenfalls mögliche Professuren ansprechen möchten.

Welche Maßnahmen nutzen Sie bei LinkedIn und XING, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erreichen?

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi: Wir nutzen bei beiden Plattformen die Posting-Funktion. Bei Xing nutzen wir zwar zudem das Stellenanzeigen-Feature, und wir nutzen es auch für wissenschaftliche Mitarbeitendenstellen, bislang allerdings nicht für die Ausschreibungen von Lehraufträgen oder Professuren.

Wie hoch ist der Aufwand zur Bespielung von LinkedIn und XING und wie entstehen Inhalte?

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi: Für uns als FOM Hochschule sind die sozialen Medien ein wichtiger Baustein in der Kommunikation. Wir haben in unserem Geschäftsbereich „Presse & Information“, mit dem ich eng zusammenarbeite, eine Vollzeitstelle und eine Teilzeitstelle für das Social Media-Management besetzt. Diese Kolleginnen werden inhaltlich vom gesamten Presse-Team unterstützt und bespielen die sozialen Netzwerke mit allgemeinen Hochschulthemen, Portraits von Studierenden, Veranstaltungen, allgemeinen Tipps zum Studium, Auslandserfahrungen, Berufschancen und so weiter. Für unsere Forschungsthemen, die wir ja dort ebenfalls zum Thema machen, bin ich zuständig. Als gesamte FOM haben wir eigene Kanäle auf LinkedIn, Xing, Twitter, Instagram und Facebook. Für die Forschung der FOM betreiben wir unter dem Titel „FOM forscht“ zudem einen zusätzlichen, eigenen Twitter-Kanal

Die Inhalte aus dem Wissenschaftsbereich und der Forschung, die wir über LinkedIn und Xing posten, entstehen über den Content aus unseren zahlreichen Forschungsprojekten, -aktivitäten und ergebnissen, Konferenzen, die aus unseren Forschungseinrichtungen heraus organisiert werden, und Publikationen. 

 

Support Forschung | 26.04.2019 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

zwei × fünf =