Management im Gesundheitswesen für Dummies – Interview zum „besonderen“ Werk eines Wissenschaftlers - FOM forscht

Management im Gesundheitswesen für Dummies – Interview zum „besonderen“ Werk eines Wissenschaftlers

Komplexe Inhalte auf einfache Weise erklärt – die Buchreihe „Für Dummies“ kennt vermutlich jeder. Ab heute gehört auch Prof. Dr. David Matusiewicz zu den Autoren. Der FOM Dekan für Gesundheit & Soziales und Direktor des Instituts für Gesundheit & Soziales (ifgs) hat insgesamt vier Jahre an dem Buch gearbeitet und möchte damit die wesentlichen Zusammenhänge und Besonderheiten des Gesundheitsmarktes nachvollziehbar darstellen.

Prof. Dr. David Matusiewicz beim 25-jährigen Jubiläum des Verlags auf der Frankfurter Buchmesse 2017 in Vorfreude auf das Buch, das heute erschienen ist (Foto: privat)

Er hatte dabei sowohl die Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden der FOM Hochschule als auch vom Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen.

Wir wollten mehr zu dem „besonderen“ Werk eines Hochschulforschers wissen und trafen unseren Dekan und die FOM Studentin Laura Elsenheimer zum Interview. Sie durfte das Buch zum Ende Ihres Bachelor-Studiums als eine der ersten Personen lesen und seine Verständlichkeit prüfen.

Professor Matusiewicz, was waren Ihre Gründe, so ein für einen Wissenschaftler doch eher ungewöhnliches Buch zu schreiben?

Prof. Dr. David Matusiewicz: Das Gesundheitswesen ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Branche zeichnet sich durch Millionen Beschäftigte ebenso aus. Und dadurch, dass ihre Ausgaben einen Großteil der Wirtschaftsleistung des Landes verbrauchen. Die Bedeutung des Gesundheitswesens wird aufgrund einer immer älter werdenden Gesellschaft und dem medizinisch-technischen Fortschritt in Zukunft noch weiter wachsen. Somit sind Kenntnisse über die wesentlichen Akteure, Strukturen und Funktionsweisen von besonderer Bedeutung. Um mitdiskutieren und mitgestalten zu können, ist es wichtig, sich auszukennen. Das gilt für diejenigen, die sich beruflich mit dem Gesundheitswesen beschäftigen ebenso, wie für den Rest der Gesellschaft, der es ja auch braucht. Das Thema geht jeden etwas an.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Prof. Dr. David Matusiewicz: Es ist 350 Seiten stark, verteilt auf 19 Kapitel. Die wiederum sind aufgeteilt in fünf Teile:

  1. Grundbegriffe – Gesundheitsgüter, Gesundheitsdienstleistungen und Gesundheit managen;
  2. Gesundheitssysteme, Steuerung und Wettbewerb im Gesundheitswesen;
  3. Management von Organisationen im Gesundheitswesen;
  4. besondere Themen rund um das „Management im Gesundheitswesen“ und
  5. der allbeliebte Top Ten-Teil – das i-Tüpfelchen für Gesundheitsbegeisterte.

„Für Dummies“ klingt ja etwas provokant…

Prof. Dr. David Matusiewicz: Die Idee und der Anspruch der Reihe ist, dass für die Lektüre kein entsprechendes Fachwissen vorausgesetzt wird – und es auf sehr zugängliche, einfache Art einen guten Einblick gibt. Das am häufigsten verkaufte Buch ist übrigens „Socken stricken für Dummies“.

Frau Elsenheimer, Sie studieren an der FOM Hochschule den Master-Studiengang „Publih Health“. Was ist für Sie das Besondere an dem Werk?

Laura Elsenheimer: Es bietet eine umfassende und praxisnahe Einführung in das Management von Krankenhäusern, Arztpraxen, Krankenkassen, Pflegeeinrichtungen und weiteren Institutionen. Zu Beginn werden alle wesentlichen Begriffe erklärt. Es ist sehr übersichtlich strukturiert und ich muss es nicht von vorne nach hinten lesen. Es enthält zudem viel Insiderwissen über das deutsche Gesundheitswesen und dessen Akteure. Am besten gefallen mir die vielen Kästchen mit Definitionen oder Praxis-Exkursen und die Comics zu Beginn eines jeden größeren Kapitels.

Und welches Kapitel hat Ihnen am besten gefallen?

Laura Elsenheimer: Das ist definitiv der Top Ten-Teil. Hierbei sind zum einen zehn wesentliche Begriffe kurz und einprägsam beschrieben und zum anderen zehn Mythen des Gesundheitswesens aufgeführt, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen.

Herzlichen Dank für das Interview!

 

Das Interview führte Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi, Referentin Forschungskommunikation, 12.09.2018 

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