Woran forschen eigentlich Professorinnen und Professoren? Wie nähern sich Praktikerinnen und Praktiker aktuellen finanzwirtschaftlichen Fragestellungen? – Professor Kruppe im Interview zum Berliner Finanz-Forum, auf dem sich auch FOM Absolventinnen und Absolventen auf den aktuellen Forschungsstand bringen - FOM forscht

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Woran forschen eigentlich Professorinnen und Professoren? Wie nähern sich Praktikerinnen und Praktiker aktuellen finanzwirtschaftlichen Fragestellungen? – Professor Kruppe im Interview zum Berliner Finanz-Forum, auf dem sich auch FOM Absolventinnen und Absolventen auf den aktuellen Forschungsstand bringen

Prof. Dr. Carsten Kruppe, Leiter der Veranstaltung Finanz-Forum, im Interview (Foto: FOM)

Das erfolreiche Veranstaltungsformat „Finanz-Forum“ fand im Mai bereits zum dritten Mal an der FOM in Berlin statt. Vor allem Studierende aus dem Masterprogramm Finance & Accounting und Bachelor-Studierende der Wirtschaftspsychologie sowie ehemalige Absolventen waren vor Ort. Es wurden neue Studien vorgestellt sowie Forschungsentwicklungen aufgezeigt und diskutiert Und die Studierenden erhielten Einblicke in die Einbindung der Forschungsthemen in eigene Arbeiten im Rahmens des Studiums.

Prof. Dr. Alexander Zureck vom isf Institute for Strategic Finance stellte das Bloomberg-Terminal vor und bot den Studierenden im Anschluss an die Veranstaltung noch die Möglichkeit zur Datenrecherche.

Prof. Dr. Nick Dimler, der am Hochschulzentrum Berlin insbesondere Entrepeneurship und Finanzen lehrt, stellte das Projekt Mittelstandsinitiative FinTech vor. Er berichtete von dem der Initiative vorangegangenen Innovationsforum, das unter anderem den Aufbau einer interdisziplinären und nachhaltigen Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen Finanzdienstleistung und Forschung sowie Anwendern zum Ziel hatte. Der regionale Fokus liegt dabei auf Frankfurt am Main, als Finanzszene, und Berlin, als Gründerszene. Aktuell befindet sich das Projekt in Phase eins, einer wissenschaftlichen Studie zur Ableitung von Empfehlungen. Weitere Forschungsfragen und -ideen sollen im Anschluss herausgearbeitet werden.

Der Kolloquiumsvortrag der Master-Absolventin Franziska Wiegand widmete sich der Frage, ob Hedging einen Einfluss auf die Qualität von Analystenprognosen besitzt. Der Vortrag bot damit eine gute Gelegenheit, sich über den Umfang sowie die formalen und inhaltlichen Anforderungen an ein Kolloquium zu informieren. Ferner stellte Frau Wiegand sehr plastisch dar, wie sie das gewünschte Forschungsgebiet systematisch zu einem Thema eingegrenzt hat und auf welche Weise sie ihre empirisch gewonnenen Ergebnisse validiert und kritisch gewürdigt hat.

Die Professoren Holger Wassermann (wissenschaftlicher Leiter Unternehmensnachfolge am KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand), Carsten Kruppe und Sascha Frohwerk stellten den aktuellen Stand ihres laufenden Projekts Nachfolgemonitor vor. In Kooperation mit dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e. V. (VDB) und der Creditreform Rating sollen am KCE empirische Erkenntnisse zu Unternehmensnachfolgen gewonnen werden. Dies betrifft rein deskriptive Statistiken zu Häufigkeiten, regionalen Verteilungen und Entwicklungen ebenso, wie die Ableitung von Zusammenhängen und Kausalitäten. Dargestellt wurden erste Ergebnisse und ein Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf. Angeregt wurde auch, dass Studierende im Rahmen ihrer Abschlussarbeit einzelne Themenbereiche analysieren können.

Heute treffen wir den Leiter der Veranstaltung, Prof. Dr. Carsten Kruppe, zum Interview.

Professor Kruppe, das Format Finanz-Forum ist sehr erfolgreich. Was macht das Format aus?

Prof. Dr. Carsten Kruppe: Ich glaube, das breite Spektrum und die Mischung der Vorträge sind das Spannende: Woran forschen eigentlich Professorinnen und Professoren? Was sind heiße Praxisthemen und wie gehen Praktiker an diese Themen heran? Wie funktioniert ein Kolloquium und welches Niveau besitzen Masterarbeiten? Das alles sind Fragen, auf die man beim Finanz-Forum eine Antwort erhält.

Warum ist das so interessant für die Studierenden?

Prof. Dr. Carsten Kruppe: Es ist für nahezu jeden finanzwirtschaftlich interessierten Studierenden etwas dabei. Bachelor-Studierende können beispielsweise schauen, was „die Großen“ im Master machen. Master-Studierende erhalten einen ersten Eindruck von ihrer letzten Prüfungsleistung an der FOM. Und inzwischen nutzen auch ehemalige Studierende die Gelegenheit, im Rahmen des Finanz-Forums alte Bekannte aus Studienzeiten zu treffen und sich gleichzeitig thematisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Und welche Forschungsthemen planen Sie für das nächste Forum, das ja am 13. November 2018 stattfinden soll?

Prof. Dr. Carsten Kruppe: Aktuell befinden wir uns noch in der Planungsphase. Aber recht groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Professor Alexander Zureck zum Thema Robo-Advising vorträgt. Dazu würde gut ein weiterer Vortrag zum Thema Bankberatung im Jahr 2018 passen und ich könnte mir auch noch zusätzlich einen Praktiker-Vortrag zum Thema Digitalisierung vorstellen. Und natürlich: Eine Bloomberg-Schulung wird es ebenfalls wieder geben.

Herzlichen Dank für diesen Einblick, Professor Kruppe!

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi, Referentin Forschungskommunikation, 14.05.2018

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