Evaluation des Nürnberger Projekts „Gesunde Südstadt“ - FOM forscht

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Evaluation des Nürnberger Projekts „Gesunde Südstadt“

Seit 2016 spricht das Bildungszentrum Nürnberg mit seinem Projekt „Gesunde Südstadt“ die Bürgerinnen und Bürger der Nürnberger Südstadt mit Angeboten zur Gesundheitsförderung und Prävention an. Jetzt wird das Projekt von Prof. Dr. Niko Kohls von der Hochschule Coburg und Prof. Dr. Dennis John von der FOM Hochschule gemeinsam evaluiert.

Sie arbeiten bei der Evaluierung des Projekts „Gesunde Südstadt“ zusammen (v.li.): Prof. Dr. Niko Kohls, Christina Röhrich, Verena Karl, Gabi Pfeifer, Prof. Dr. Dennis John (Foto: FOM/Dennis T. John)

In der Nürnberger Südstadt leben überdurchschnittlich viele Menschen aus sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Mit seinem Gesundheitsangebot im Rahmen des Projekts „Gesunde Südstadt“ will das Bildungszentrum der Stadt deren Gesundheitsbewusstsein und Lebensqualität fördern.

Einige Angebote wurden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort entwickelt. So wurde beispielsweise gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen auf dem Erlebnisspielplatz gekocht, es gibt Bewegungskurse für Senior*innen und Migrant*innen sowie Kochkurse für geflüchtete Frauen und Männer. Zudem bietet der „südpunkt“, ein Zentrum für Bildung und Kultur, in dem auch das Amt für Kultur und Freizeit sowie die Stadtbibliothek untergebracht sind, niedrigschwellige Zugänge zu den Angeboten.

Verena Karl, Leiterin des Projekts „Gesunde Südstadt“, wünscht sich für die Zukunft noch mehr gesundheitsorientierte Angebote im öffentlichen Raum. So sollen auch die vorhandenen Grünflächen neu belebt werden. Ihre Kollegin Gabi Pfeifer, die das Fachteam Gesundheit des Bildungszentrums Nürnberg leitet, liegt zudem viel daran, neue Angebote partizipativ mit den Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln.

Dieser Aspekt spielt daher auch in der Projektevaluierung eine wichtige Rolle, wie Christina Röhrich betont. Sie arbeitet im Team von Prof. Kohls an der Evaluierung mit. Dabei geht es unter anderem darum, wie Prozesse gestaltet sein müssen, damit die Zielgruppe ihre Wünsche und Interessen von Anfang an einbringen und ihre Gesundheitskompetenz ausbauen kann. Außerdem sollen Angebote zur Stressbewältigung partizipativ entwickelt werden.

Prof. Dr. Dennis T. John lehrt Wirtschafts- und Gesundheitspsychologie am FOM Hochschulzentrum Augsburg und ist Modulleiter für qualitative Forschung.

22.05.2018 

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