Das ipo Institut für Personal- und Organisationsforschung stellt seine Forschungspartner/innen im KODIMA-Projekt vor: heute die Seniorprofessur Wirtschafts- und Organisationspsychologie (SP WiPsy) der Universität Rostock - FOM forscht

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Das ipo Institut für Personal- und Organisationsforschung stellt seine Forschungspartner/innen im KODIMA-Projekt vor: heute die Seniorprofessur Wirtschafts- und Organisationspsychologie (SP WiPsy) der Universität Rostock

20.02.2018 – Neben der HR Excellence Group arbeitet das ipo Institut für Personal- und Organisationsforschung im Verbundprojekt KODIMA auch mit der Seniorprofessur Wirtschafts- und Organisationspsychologie (SP WiPsy) der Universität Rostock zusammen. Der Schwerpunkt der SP WiPsy liegt dabei auf arbeitspsychologischen Analysen. Die Veränderungen infolge fortschreitender Digitalisierung treffen insbesondere auf Unternehmen aus dem Dienstleitungssektor zu, bei dem das Handeln der Mitarbeitenden maßgeblich für den Leistungserstellungsprozess ist. Die mit der Digitalisierung einhergehenden Auswirkungen auf in kleinen und mittelständischen (Dienstleistungs-)Unternehmen Beschäftigte werden im Rahmen des Teilvorhabens der untersucht. Besonderes Augenmerk liegt auf folgenden Leitfragen:

  • Was sind die grundlegenden Entwicklungen der Digitalisierung von Dienstleistungsarbeit?
  • Welche digitalisierungsbedingten Änderungen in den Arbeitsprozessen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lassen sich identifizieren?
  • Wie verändern sich Arbeitsanforderungen im Zuge der Digitalisierung von Dienstleistungstätigkeiten?
  • Welche Auswirkungen haben digitalisierungsbedingte Änderungen der Arbeitstätigkeit auf die Gesundheit, die Motivation und die Einstellung zur Arbeit?
  • Wie lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse auf steuerberatungsähnliche Tätigkeiten und auf weitere Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich übertragen?

Methodisch wird zunächst ein Literatur-Review durchgeführt, wobei relevante Studien aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen im Sinne einer vergleichenden Analyse und mit dem Ziel der Prüfung einer möglichen Transferierbarkeit der Befunde einbezogen werden. Ziel ist eine umfassende Untersuchung von Konzepten, Forschungsmodellen und empirischen Befunden digitalisierter Dienstleistungsarbeit. Mit dem Ziel der Analyse digitalisierungsbedingter Änderungen von Arbeitsprozessen werden mit Unterstützung der Projektpartner ECOVIS Europe AG und EVENTUS GmbH Wolfenbüttel Steuerberatungsgesellschaft verschiedene Steuerberatungskanzleien für ein grundlegendes Screening der Arbeitsgestaltung rekrutiert. Die in den Kanzleien beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Rahmen einer Online-Studie mittels standardisiertem Fragebogen u. a. zu kognitiven, motivationalen und sozialen Aspekten ihrer Arbeitstätigkeit befragt. Auf diese Weise wird ein fundierter Überblick über die grundlegenden Anforderungen an den betreffenden Arbeitsplätzen gewonnen. Mithilfe standardisierter Beobachtungsinterviews werden schließlich Arbeitsanalysen der Tätigkeit in Steuerberatungsunternehmen durchgeführt. Dabei steht insbesondere eine vertiefte Analyse der durch die Digitalisierung entstandenen Belastungen im Fokus. Zur Sicherstellung der Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf steuerberatungsähnliche Tätigkeiten und weitere Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich wird ein intensiver Austausch mit ausgewählten Vertretern entsprechender Unternehmen (z. B. Banken, öffentliche Verwaltung, Versicherungen) – in Form qualitativer Interviews oder Workshops – stattfinden, um deren Einschätzung einer Übertragbarkeit mit einzubeziehen. Bei der Übertragung der Ergebnisse auf die Praxis der Steuerberatung werden die Erkenntnisse des ipo Institut für Personal- und Organisationsforschung der FOM Hochschule einbezogen.

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ (FKZ 02L15A312) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

 

 

 

 

Dr. Christoph Müller, Seniorprofessur: Wirtschafts- und Organisationspsychologie Universität Rostock, unter Mitarbeit von Halina Ziehmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin ipo

 

 

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