2. Data Science Forum in Düsseldorf: Zwischen Medizin 4.0, künstlicher Intelligenz und Fußball-Bundesliga
08.12.2017 – Welchen Nutzen bieten Daten für Wirtschaft und Wissenschaft? Und welche Methoden unterstützen bei Analyse und Auswertung? Diese Fragen stehen im Zentrum des 2. Data Science Forum am 6. Februar 2018 in Düsseldorf. Die kostenfreie Veranstaltung findet von 11:00 bis 16:00 Uhr im FOM Hochschulzentrum in der Toulouser Allee 53 statt. Gastgeber ist das ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung.
Auf der Referentenliste befinden sich sowohl externe als auch FOM Wissenschaftler. Mit dem Thema Medizin befassen sich Prof. Dr. Jan Baumbach (Lehrstuhl Experimentelle Bioinformatik, Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München) und Prof. Dr. Harald Schmidt (Professor und Leiter des Department für Pharmakologie sowie Personalisierte Medizin, Fakultät für Gesundheit, Medizin & Naturwissenschaften der Maastricht Universität). Der Münchner Wissenschaftler spricht über biomedizinisches Data-Mining. „Ich stelle verschiedene Verfahren vor, mit deren Hilfe weltweite Daten über Erkrankungen genutzt werden, um vorherzusagen, welche Behandlung bei einer Patientin oder einem Patienten optimal wirken wird“, so Prof. Dr. Baumbach. „Bei diesem Ansatz verbinden wir Big Data mit Systembiologie. Wie das in der Praxis funktioniert, erläutere ich am Beispiel von Brustkrebs-Typisierung.“ In eine ähnliche Richtung geht der Vortrag von Prof. Dr. Schmidt zur Medizin 4.0. Seine These: Medizin, Diagnostik und Arzneimittelentwicklung befinden sich weltweit in einer massiven Innovationskrise, weil eine zu große Organ-basierte Spezialisierung stattgefunden habe. Big Data-basierte System-Medizin könnten dabei helfen, diesen Innovationsstau aufbrechen. „Mit ihrer Hilfe lassen sich Zusammenhänge im ganzen Patienten erkennen, Krankheiten neu nach ihren Ursachen definieren sowie Arzneimittel viel präziser einsetzen, erklärt er.
Verschiedene Einsatzfelder von Text Mining stehen im Fokus zweier Wissenschaftler des ifid Institut für IT-Management & Digitalisierung. David Jägering nimmt Predictive Analytics am Beispiel der Fußball-Bundesliga ins Visier. „Verschiedene Studien haben gezeigt, dass einer der größten Einflussfaktoren des menschlichen Verhaltens die Medien sind“, sagt er. „Ich habe untersucht, ob sich diese Erkenntnis auch auf den Fußball übertragen lässt: Führt eine positive Berichterstattung beispielsweise zu einem erfolgreichen Ergebnis am folgenden Spieltag? Oder kann man Trainerentlassungen voraussehen?“ Sebastian Klenke versucht, mit Hilfe von Text-Mining-Analysen in Patentdatenbanken Strategiewechsel von DAX-Unternehmen vorherzusagen. Seine Zielsetzung: Kerntechnologien sowie zukünftige Technologiefelder von Unternehmen aus Stahl-, Chemie-, Pharma- und Automobilindustrie zu identifizieren.
Mit der Halbleiter-Industrie hat sich Prof. Dr. Alexander Holland von der FOM Hochschule in Dortmund intensiv auseinandergesetzt „Sie ist Vorreiter im Umgang mit Daten und hat es geschafft, komplexe Zusammenhänge bei der Steuerung von Anlagen und Prozessführung mit wenigen Ressourcen und intelligenten, zugeschnittenen Lösungen zu erkennen und zu verarbeiten.“ In seinem Vortrag zeigt der Wissenschaftler auf, welche Lehren anderen Unternehmen aus dieser Entwicklung ziehen können und wie aus täglichen Daten „Smart Production Data“ werden.
Das Trendthema künstliche Intelligenz beleuchtet Andreas Jürgens. Der Doktorand und ifid Research Fellow spricht über die Macht von Daten sowie den richtigen Umgang aus technologischer, aber auch rechtlicher Sicht. Darüber hinaus diskutiert er erfolgreiche Einsatzgebiete von KI samt etwaiger Monetarisierungsansätze und gibt Empfehlungen für den Aufbau von effizienten und intelligenten Analyseplattformen.
Last but not least steht Prof. Dr. Jörg Muschiol, Geschäftsführer der netzfactor GmbH, auf der Referentenliste. Sein Vortrag steht unter dem Titel „Ambient Information 4 All – Entwicklung eines barrierefreien multi-modalen Erlebnis- und Informationssystems am Beispiel Tierpark Bochum“.
Wer am 2. Data Science Forum an der FOM Düsseldorf teilnehmen möchte, kann sich bei Fr. Carolin Piller B.A. unter 02 11 36 11 79-925 oder carolin.piller@fom.de anmelden.
Suche nach Beiträgen
Beitrag teilen
Gründerinnen aufgepasst: Bis zum 1. Februar 2026 für den Female Founders Award 2026 bewerben
Die FOM Hochschule unterstützt als Partnerin den AmCham Germany Female Founders Award. „Seit 2019 macht der renommierte Preis Gründerinnen zu internationalen Role Models und verschafft ihnen über das AmCham-Netzwerk große Sichtbarkeit ..."
WeiterlesenDie Macht der Note? Bewertungskulturen im Studium der Sozialen Arbeit & Sozialpädagogik – Call for Papers für Sammelband
Noten prägen das Studium. Sie setzen Lernanreize, strukturieren Übergänge und signalisieren Leistung nach außen. Doch in der Massenuniversität stellen sich Fragen nach Fairness, Sinn und Zweck von Bewertung. Verschärft wird dies durch generative KI ...
WeiterlesenWie Prozesse abgebildet und optimiert werden, damit Unternehmen Krisen besser standhalten können – Studierende in Forschung eingebunden
Viele Branchen sind abhängig von unvorhergesehenen Faktoren, auf die schnell reagiert werden muss, um handlungsfähig zu bleiben. Die Textilbranche beispielsweise ist abhängig von globalen Zusammenhängen: Lieferketten können durch Krisen gestört werden ...
Weiterlesen

