Gesundheit braucht Licht: Internationales Forschungsteam forscht für mehr Tageslicht im Alter  

Wer zu wenig Tageslicht abbekommt, riskiert nicht nur negative Stimmung und schlechte Schlafqualität, sondern auch die Gefährdung der Gesundheit. Pflegebedürftige Menschen, die aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen auf andere angewiesen sind, um sich im Freien zu bewegen und Tageslicht zu tanken, haben hier ein erhöhtes Risiko für eine weitere Beeinträchtigung der Gesundheit. Gerade auch ältere Menschen sind betroffen, wenn deren Mobilität eingeschränkt ist und der Zugang nach draußen fehlt. Hier setzt das Forschungsprojekt „eLIGHT“ an.

Barrieren abbauen, Tageslicht ermöglichen  

Das Projektteam hat sich zum Ziel gesetzt, Faktoren zu identifizieren, die den täglichen Kontakt mit Tageslicht ermöglichen oder verhindern, um dann spezifische Lösungen für die Faktoren zu entwickeln, die den Tageslichtkontakt bei der beispielhaften Gruppe ‚ältere Menschen‘ verhindern. „Wir möchten Empfehlungen entwickeln, die Verantwortliche motivieren und die Umsetzung nachhaltiger Veränderungen erleichtern. Dazu gehört auch die Schulung von Vorbildgruppen, die als Peer-Leader fungieren und Tageslicht als Menschenrecht fördern“, sagt Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann, Leiter des iap Institut für Arbeit & Personal der FOM, der das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Martiny vom Department of Clinical Medicine der University of Copenhagen, Dänemark, leitet.

Internationales Forschungsteam: von den Niederlanden bis nach Singapur  

Zum Forschungskonsortium gehören darüber hinaus Prof. Dr. Natalia Sokol, Faculty of Architecture, Gdansk University of Technology, Polen; Dr. Mirjam Münch, Centre for Chronobiology, University Psychiatric Clinics Basel (UPK Basel), Schweiz, Dr. Stephan Michel, Department of Cell and Chemical Biology, Leiden University Medical Center, Niederlande, Dr. Luca Zaniboni, Department of Environmental and Resource Engineering, Technical University of Denmark, Dr. Christine Blume, Centre for Chronobiology, UPK Basel, Schweiz, Dr. Anna M. Biller, Department Health and Sports Sciences, Technische Universität München (TUM), Deutschland, und Dr. Resshaya Murukesu, Research Fellow, TUMCREATE (TUM am Singapore Campus for Research Excellence and Technological Enterprise (CREATE), Singapur.

Licht im Alltag einer alternden Gesellschaft  

Die Ergebnisse sollen in wissenschaftliche Publikationen, Konferenzen, Policy Briefs und Bildungsmaterialien einfließen. So soll eLIGHT Individuen und Gemeinschaften stärkt – und mehr Licht in den Alltag einer alternden Gesellschaft bringen.

Das Projekt läuft vom 01.01.2026 bis 31.12.2028 und wird gefördert durch die Velux Stiftung. Weitere Informationen zum Projekt können der Projekt-Website entnommen werden.

Yasmin Lindner-Dehghan Manchadi M.A. | Referentin Forschungskommunikation der FOM Hochschule | 03.02.2026