Studie zum europäischen Online-Sportwettenmarkt: Prof. Dr. Rebeggiani stellte Ergebnisse in Paderborn vor
21.09.2017 – Ist der europäische Online-Sportwettenmarkt ein effizienter Markt? Spiegeln die Wettquoten – also die „Preise“ – annähernd die „wahren“ Wahrscheinlichkeiten wider? Gibt es Verzerrungen irrationaler Art, zum Beispiel in Form von Fanpräferenzen? Und kann man durch die Hinzuziehung weiterer Informationen die Buchmacher schlagen? Diesen Fragen sind FOM Professor Dr. Luca Rebeggiani und Johannes Groß von der Universität Bonn auf den Grund gegangen: Die Wissenschaftler haben sich Sportradar-Datensätze zu Spielen der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga in Deutschland und England aus den vergangenen 10 Saisons angesehen. Ihre Ergebnisse stellten sie Ende August 2017 bei der European Conference on Sports Economics in Paderborn vor.
„Die schlechte Nachricht für alle Zocker: Der Markt ist erstaunlich effizient, nur leichte Quotenverzerrungen können nachgewiesen werden, und selbst ausgefeilte Modelle können die Buchmacher nicht systematisch schlagen“, fasst Prof. Dr. Rebeggiani zusammen. „Für Ökonomen ist das der Beleg: Unter günstigen Voraussetzungen können Märkte fast wie im Lehrbuch funktionieren. Der Online-Sportwettenmarkt ist also ein Beispiel dafür, dass die pauschale Kritik an der angeblichen Realitätsferne ökonomischer Modelle zu kurz greift.“
Bei diesen Ergebnissen wollen es die beiden Wissenschaftler allerdings nicht belassen. In einem nächsten Schritt wollen sie sowohl die nationalen Märkte als auch die kurzfristigen Reaktionen der Buchmacher genauer unter die Lupe nehmen. Dabei kommen dann weitere Analyse-Methoden zum Einsatz – zum Beispiel weiter verbesserte Forecasting-Modelle sowie eine spezielle Analyse der Arbitrage-Möglichkeiten zwischen verschiedenen Anbietern.
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