Startschuss für das Forschungsvorhaben vLead: Wo liegen Chancen und Herausforderungen digitaler Führung?

04.07.2017 – Nach Feierabend E-Mails checken, den Projektbericht zu Hause beenden, im Zug den anschließenden Geschäftstermin vorbereiten: Dank Smartphones, Laptops & Co. kann jeder immer und überall online sein und seine Arbeit den eigenen Lebensentwürfen anpassen. Was bedeutet diese Entwicklung für Führungskräfte? Und wie können sie auch in dieser digitalisierten Welt sicherstellen, dass Projekt- und Teamarbeit ressourcenorientiert und effektiv ablaufen? Diese Fragen stehen im Zentrum des gerade gestarteten Forschungsvorhabens vLead.
Die Suche nach Antworten liegt in den Händen eines interdisziplinären Forschungsverbundes, der mit verschiedenen Praxis-, Umsetzungs- und Transferpartnern zusammenarbeitet. Er besteht aus der Universität Trier (Abteilung für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie), der Universität Duisburg-Essen (IAQ Institut Arbeit und Qualifikation) und der FOM Hochschule (iap Institut für Arbeit & Personal). Ihr gemeinsames Ziel: die Entwicklung einer Toolbox, die Führungskräfte dabei unterstützt, Anforderungen digitaler Arbeit zu identifizieren, Team- und Innovationsprozesse zu steuern sowie Mitarbeitende zu motivieren und bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen zu begleiten.
„Unser Hauptaugenmerk ist dabei auf kleine und mittelständische Unternehmen gerichtet“, erklärt iap-Direktorin Prof. Dr. Ulrike Hellert. „Zwar sind computervermittelte Zusammenarbeit und Führung kein neues Phänomen, aber eine erfolgreiche digitale Projekt- und Teamarbeit stellt neue und besondere Herausforderungen dar.“ Auch die Forschung zu diesem Bereich stecke noch in den Kinderschuhen: Eine Analyse von mehr als 400 Studien zu globalen, verteilten, virtuellen Teams habe gezeigt, dass gerade die Auswirkungen neuer digitaler Technologien und ihre Wechselwirkung mit Teamprozessen und Führungsverhalten bislang kaum untersucht wurden.
Das Verbundprojekt Modelle ressourcenorientierter und effektiver Führung digitaler Projekt- und Teamarbeit (vLead)wird im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft der Arbeit“ als Teil des Dachprogramms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ aus dem Bundeshaushalt, Einzelplan 30, Kapitel 3004, Titel 68324, Haushaltsjahr 2017, sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF), Förderperiode 2014-2020 finanziert (Förderkennzeichen: 02L15A082). Projektträger ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation

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