Girls‘ Day 2017 an der FOM: Einblicke in die Forschung gewinnen
28.04.2017 – Mehr als 10.000 Veranstaltungen haben beim gestrigen Girls‘ Day 2017 stattgefunden. So viele wie nie zuvor. Unter den Akteuren befand sich auch die FOM. In Essen beispielsweise lud sie interessierte Mädchen zu einem Tag an der Hochschule. Mehrere Schülerinnen folgten dieser Einladung, zwei von ihnen wollten den Bereich Forschung kennenlernen: Melisa von der Gertrud-Bäumer-Realschule und Patricia von der B.M.V. Schule. Einen Tag lang erhielten sie Einblicke in diverse Forschungsprojekte sowie Informationen zu möglichen Studien- und Berufswegen.
Erster Stopp der beiden Schülerinnen: das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen. Hier stellte ihnen Christiane Schuld sowohl das Konzept des Netzwerkes als auch verschiedene Aktionen zur Förderung des Nachwuchses in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vor.
Anschließend ging es zum ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement, wo die Schülerinnen die in Entwicklung befindliche Lernapp MARTINA ausprobierten. Stefanie Jäger nahm das Feedback der Mädchen auf und erklärte im Gegenzug den Entwicklungsprozess des Spiels. Hintergrund ist ein im Rahmen des NRW-Leitmarktwettbewerbs „Medien und Kreativwirtschaft“ vom Land Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ gefördertes Projekt mit der Zielsetzung, Mitarbeitenden aus der Logistik die Möglichkeit zu geben, sich mobil aktuelles und praxisnahes Know-how anzueignen.
Völlig anderes Terrain betraten Melisa und Patricia bei ihrer nächsten Station: Unter Anleitung von Christiane Schuld und Tim Stender bauten sie Drohnen zusammen und starteten erste Testflüge. Außerdem verfolgten sie via Film den Aufstieg eines Wetterballons in die Stratosphäre. Entstanden waren die Aufnahmen im Rahmen des Herbstferiencamps zdi hebt ab.
Theoretischer, aber nicht weniger spannend verlief das Gespräch mit Elisa Fagone. Die FOM Auszubildende berichtete aus ihrem Alltag zwischen Beruf und ausbildungsbegleitendem Studium – und fragte die Mädchen nach ihren eigenen Zukunftswünschen. Ergebnis: Während Patricia noch unsicher ist, in welche Richtung es gehen soll, will Melisa auf jeden Fall Wirtschaftspsychologie studieren.
Welche Tätigkeiten im Bereich Forschung der Hochschule auf sie warten könnten, erläuterten Gesine Hahn und Kai Stumpp. Während die Teamleiterin des Bereichs Support Forschung Abläufe und Strukturen der Forschungsarbeit an der FOM vorstellte, ging der Teamleiter der Abteilung Publikationen einer ganz anderen Frage nach. Nämlich: Wie entstehen Bücher?
Zum Abschluss wurde es noch einmal praktisch: Tommy Schafran zeigte den Mädchen, wie 3D-Druck funktioniert, und erläuterte verschiedene Einsatzgebiete. Dabei nahm er u.a. Bezug auf das Projekt FlexLabplus, bei dem mobile Experimentiersets für den Einsatz in der Sekundarstufe II entstehen, um Schülerinnen und Schüler Versuche zu 3D-Druck und neuen Werkstoffen zu ermöglichen. Gefördert wird das Ganze Rahmen des Förderprogramms EFRE-zdi II vom NRW-Wissenschaftsministerium und dem NRW-Wirtschaftsministerium.
Den Entschluss, am Girls‘ Day die FOM zu besuchen, haben Melisa und Patricia übrigens spontan gefasst. „Wir fanden die Beschreibung im Programmheft super spannend und haben uns deshalb angemeldet“, so die Mädchen. Enttäuscht wurden ihre Erwartungen nicht: Nach dem Besuch betonten beide, an der FOM studieren und auch ihre Ausbildung absolvieren zu wollen.
Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation
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