Kirche kreativ gestalten: Internationaler Kongress zum Kirchenmanagement mit FOM-Beteiligung

07.03.2017 – Wie soll in 20 Jahren das Management in der katholischen Kirche aussehen? Diese Frage steht im Zentrum des International Festival of Creativity in Church Management vom 23. bis 25. März in Rom. Die Organisatoren: eine der führenden katholischen Business Schools aus den USA – das Center for Church Management and Business Ethics der Villanova University – und die renommierte Päpstliche Lateranuniversität. Auf der Referent*innen-Liste steht auch Prof. Dr. Thomas Suermann de Nocker. Der Wissenschaftler des KCU KompetenzCentrum für Unternehmensführung & Corporate Governance forscht seit Jahren an der Schnittstelle von BWL und Theologie und geht in seinem Vortrag auf aktuelle Entwicklung von Verwaltung und Management der Kirche in Deutschland ein.
„Der Kongress ist der erste seiner Art und geht zurück auf eine Initiative von Papst Franziskus, der viele Strukturen neu denken möchte“, erläutert Prof. Dr. Suermann de Nocker den Hintergrund der Veranstaltung. „Geplant ist das Ganze als Festival, das Wissenschaft und Praxis zusammenbringt. Das äußert sich zum Beispiel darin, dass ganz unterschiedliche Formate zum Einsatz kommen – Vorträge und Diskussionsforen, aber auch Kreativitätsworkshops – und Vortragende von allen fünf Kontinenten eingeladen sind.“ Aus Deutschland reisen neben dem FOM-Professor beispielsweise zwei Theologinnen der Ruhr-Universität Bochum sowie ein Controller der Katholischen Universität Eichstätt an.
Prof. Dr. Suermann de Nockers Vortrag findet am 23. März statt. Seine Themen: die Zukunft der kirchlichen Kindergärten, eine sinnvolle Entlastung von Seelsorgern bei Verwaltungsaufgaben, mögliche Verwaltungsoptimierungen sowie die Einführung neuer Steuerungsinstrumente. „Dabei wird deutlich: Die katholische Kirche ist in Deutschland anders aufgestellt als in anderen Ländern. Durch Steuereinnahmen kann sie viele Dienstleistungen anbieten, muss aber gleichzeitig besonderen Ansprüchen an die Verwaltung gerecht werden“, so der KCU-Experte.
Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation
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