#silicon #values – Die Erfolgsgeheimnisse der Silicon Valley-Unternehmen - FOM forscht

#silicon #values – Die Erfolgsgeheimnisse der Silicon Valley-Unternehmen

Foto: Fotolia/mybaitshop
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Heute: Planung

04.10.2016 – In ihrem in der FOM-Edition erschienenen Sachbuch Silicon Valley als unternehmerische Inspiration entziffern Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth und Dr. Rainer Kühn, was die kalifornische Ökonomie antreibt. Die beiden Zukunftsforscher beschreiben das unternehmerische Konzept des Silicon Valley mit Blick auf die gesellschaftlichen Ziele jenseits von Quartalszahlen und den üblichen strategischen Planungshorizonten. Dabei werden Besonderheiten deutlich, welche die Valley-Unternehmen für Europäer so erstaunlich und fremd wirken lassen – Denkmuster, die im etablierten ökonomischen Diskurs außergewöhnlich sind. Worum es dabei geht, offenbaren sie in Form des „Geheimnisverrats“…

Liegt das Erfolgsgeheimnis des Valley in der Art zu planen – ökonomisch langfristig-strategisch zu bewerten?

Ja.

Ökonomisches Planen heißt hier evaluierendes Vorausdenken: Zukunftsideen zu bewerten konsequent anhand ihres Potenzials, das sie künftig zu entfalten in der Lage sind.

Solche Bewertungen sind zeitlogischer, nicht sachlogischer Art. Auch klassisch betriebswirtschaftliche Bewertungen argumentieren sachlogisch, nämlich qualitativ oder – zumeist – quantitativ. Beziehungsweise optimieren (gemäß Effektivität und Effizienz). Konventionell starren alle auf das „Ökonomische Prinzip“, um unternehmerisches Handeln zu qualifizieren.

Wir hingegen versuchen einen Neuanfang – wie im Valley. Auch diese Unternehmen rechnen und prognostizieren, aber grundsätzlich „secundary“. An erster Stelle ist die Frage zu beantworten: Ist diese Idee wertig – im Sinne von sozial nützlich, lohnend? Fasziniert es Leute; würden sie gerne so etwas haben oder nutzen? Nimmt ihnen dieses Produkt oder diese Dienstleistung etwas Unangenehmes oder Zeitfressendes ab? Erweitert es ihren Horizont oder ihr Bewusstsein, energetisiert es, hat es eine Sogwirkung? Erst wenn darüber intern Konsens besteht, werden Break Even und Margen kalkuliert. (Wir lassen hier die exzeptionelle unternehmerische Ausgangssituation einmal weg, nach der Valley-Unternehmen nach Investitionsmöglichkeiten für ihr brachliegendes Kapital suchen – was die Ausgangsbasis dafür ist, sich solches Innovieren überhaupt leisten zu können.)

Planen im Valley bedeutet, die Zukunft explorieren zu können. Eine Managementtechnik, die bislang nur dort existiert und bislang auch nur dort erstaunliche Ergebnisse erzielt.

Das nächste mögliche Geheimnis heißt Technologie-Kompetenz und wird am 11.10.2016 erläutert. Bisher erschienen ist Kollaboration.

kct-box

Das Sachbuch Silicon Valley als unternehmerische Inspiration ist in der FOM-Edition  bei Springer Gabler erschienen.

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