Gesundheitspolitischer Dialog mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

17.10.2016 – Moderator statt Referent: Beim Gesundheitspolitischen Dialog des IHK NRW e.V. am 11. Oktober in Bochum schlüpfte Prof. Dr. David Matusiewicz ausnahmsweise in die Rolle des Interviewers. Die von dem Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales geleitete Talkrunde dreht sich um die Frage: „Zukunft der Gesundheitsversorgung – was muss auf die politische Agenda?“ Prominentester Diskussionsteilnehmer war Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.
Im Mittelpunkt des Gespräches standen – wenig überraschend – die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf das Gesundheitswesen. Dr. hc. Josef Beutelmann (Aufsichtsratsvorsitzender der Barmenia Versicherungen) und Dieter Castrup (Abteilungsleiter Versorgungsmanagement, Knappschaft Bahn See) kommentierten aus Perspektive der privaten bzw. gesetzlichen Krankenkassen, während Peter-Carsten Kilian (Leiter strategische Planung, MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG) durch die Brille des Pharmaexperten auf die Thematik blickte. Die Frage, welche Folgen die Digitalisierung für die Qualifizierung von medizinischem und Pflegepersonal hat, diskutierten Jörg Holstein (geschäftsführender Gesellschafter der Visus GmbH) und Prof. Dr. Anne Friedrichs (Präsidentin der Hochschule für Gesundheit in Bochum) – vor allem mit Blick auf IT-Kompetenzen und den Trend zur Akademisierung. Heinz Werner Bitter (Konzernvorstand, Evangelischer Verbund Ruhr) bezog Stellung aus Sicht der Krankenhäuser und ging u.a. auf die elektronische Patientenakte und Cyberangriffe auf Kliniken ein.
Gesundheitsminister Gröhe nahm verschiedene Punkte auf und vertrat den Standpunkt der Bundespolitik. Darüber hinaus äußerte er sich zu den aktuellen Manipulationsvorwürfen gegen die Krankenkassen. Seine Position: Es dürfte keine Unterschiede zwischen der Bundesaufsicht (BVA) und den Landesaufsichten geben. Im Vorfeld der Diskussion hatte es übrigens in kleinerer Runde einen Austausch mit dem Minister gegeben. Das Thema: Anliegen aus der Region.
Am Ende der Veranstaltung zog Organisator Raphael Jonas eine positive Bilanz. „Das Format ist bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut angekommen“, so der Federführer Gesundheitswirtschaft IHK NRW. „Wir freuen uns deshalb sehr darauf, auch 2017 eine Plattform für den gesundheitspolitischen Dialog zu bieten.“
Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation
Suche nach Beiträgen
Beitrag teilen
Die Macht der Note? Bewertungskulturen im Studium der Sozialen Arbeit & Sozialpädagogik – Call for Papers für Sammelband
Noten prägen das Studium. Sie setzen Lernanreize, strukturieren Übergänge und signalisieren Leistung nach außen. Doch in der Massenuniversität stellen sich Fragen nach Fairness, Sinn und Zweck von Bewertung. Verschärft wird dies durch generative KI ...
WeiterlesenWie Prozesse abgebildet und optimiert werden, damit Unternehmen Krisen besser standhalten können – Studierende in Forschung eingebunden
Viele Branchen sind abhängig von unvorhergesehenen Faktoren, auf die schnell reagiert werden muss, um handlungsfähig zu bleiben. Die Textilbranche beispielsweise ist abhängig von globalen Zusammenhängen: Lieferketten können durch Krisen gestört werden ...
WeiterlesenCall for Papers „Mensch. Maschine. Bildung 2030+: Herausforderungen, Chancen und Visionen einer neuen Welt des Lernens. Wege zu technischer Bildung“ – für Ingenieurpädagogische Jahrestagung 2026
Die Realität digitalisierter und KI-gestützter Mensch-Maschine-Systeme mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten im industriellen Kontext oder dem Alltag bieten gerade in den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen neue Chancen, Lösungsansätze und Erfahrungsräume. Zugleich ergeben sich daraus neue Herausforderungen ...
Weiterlesen

