An der Schnittstelle von Forschung und Lehre: Das ifes Institut für Empirie & Statistik im Porträt - FOM forscht

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An der Schnittstelle von Forschung und Lehre: Das ifes Institut für Empirie & Statistik im Porträt

Prof. Dr. Bianca Krol
Prof. Dr. Bianca Krol

23.05.2016 – Ein Blick auf die Forschungsaktivitäten der FOM Hochschule zeigt: Es gibt viele laufende und abgeschlossene Projekte, in die die Kolleginnen und Kollegen des ifes eingebunden sind – von CHUST über DO.WERT bis zu WiWeLo. Warum das Institut für Empirie & Statistik ein so gefragter Partner ist, welche eigenen Projekte die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen und wie das ifes auch die Lehre an der FOM mitgestaltet, erläutert Direktorin Prof. Dr. Bianca Krol im Interview.

Wo verorten Sie Ihr Institut im Gesamtkonstrukt der FOM Hochschule?

Prof. Dr. Bianca Krol: Wir sitzen an der Schnittstelle von Forschung und Lehre. Das heißt: Wir unterstützen sowohl Lehrende als auch Studierende bei empirischen Projekten, fördern den Transfer von der Forschung in die Lehre und – vice versa – und sind an der Gestaltung von Studiengängen und Modulen beteiligt.

Fangen wir bei der Forschung an. Wo liegen da Ihre Schwerpunkte?

Prof. Dr. Bianca Krol: Wir betreiben überwiegend angewandte Forschung. Die Projekte kommen aus den verschiedenen Fachdisziplinen der FOM Hochschule, wir bearbeiten und unterstützen bei empirischen Fragestellungen.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Prof. Dr. Bianca Krol: Ein aktuelles Beispiel ist das bis 2017 laufende Projekt „Demografie-Monitor sowie nachhaltige Forschung und Gestaltung des Demografischen Wandels bei Beschäftigen im Logistik- und Verkehrssektor“ – kurz: DO.WERT. Gemeinsam mit dem iap Institut für Arbeit & Personal und dem ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement gehen wir der Frage nach, wie sich Arbeitszeitmodelle im Logistik- und Verkehrssektor demografieorientiert gestalten lassen. Dabei spielen die Befragung von Berufskraftfahrenden und Auszubildenden sowie Experteninterviews eine große Rolle. In die Erstellung der entsprechenden Fragebögen bzw. Interviewleitfäden fließt das Know-how des ifes ebenso ein wie in die Auswertung und Aufbereitung der entsprechenden Ergebnisse.

Ein Beispiel für ein internes Projekt ist CHUST: Prof. Dr. Joachim Schwarz vom ifes und ipo-Direktor Prof. Dr. Marco Zimmer ermitteln Abbruchzahlen und -gründe von FOM-Studierenden. Dabei analysieren sie in einem ersten Schritt die vorliegenden Studierendendaten, es folgt die Durchführung von Experteninterviews und einer Studierendenbefragung.

Gibt es auch Projekte, die ausschließlich über das ifes laufen?

Prof. Dr. Bianca Krol: Die gibt es auch. Prof. Dr. Oliver Gansser, stellvertretender Direktor des ifes, leitet seit mehreren Jahren die Forschungsprojekte FOM-Weihnachts- und Sommerumfrage: Um im Wintersemester das Einkaufsverhalten der Deutschen an Weihnachten und im Sommersemester die generelle Wertorientierung und das Einkaufsverhalten zu eruieren, führen FOM-Studierende im Modul „Management Basics“ mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens face-to-face Interviews mit der deutschen Bevölkerung durch. 2015 befragten beispielsweise mehr als 4.300 Studierende insgesamt 46.550 Menschen zum Einkaufsverhalten an Weihnachten. Prof. Dr. Gansser wertet die Ergebnisse aus und bereitet sie auf. Dieses Projekt erzielt bundesweite Medienaufmerksamkeit.

Ein schönes Beispiel für den Transfer von der Forschung in die Lehre…

Prof. Dr. Bianca Krol: Es läuft aber durchaus auch andersherum. Prof. Dr. Gansser, Prof. Dr. Silvia Boßow-Thies und ich führen im Rahmen von studentischen Projekten empirische Studien durch, die Forschungslücken schließen. Dies sind z. B. Marketing- und Sales-Themen: Wie groß ist das Vertrauen in Käuferempfehlungen bei eCommerce? Oder wie hoch ist die Akzeptanz von QR-Codes in der Werbung? Die Studierenden recherchieren dazu, entwickeln theoriegeleitet Untersuchungsmodelle, erstellen und werten Fragebögen aus. Da wir diese Projekte immer zeitgleich an den FOM Hochschulzentren Essen, Hamburg und München begleiten, haben wir eine sehr große Datenbasis.

Den Studierenden das entsprechende Know-how für diese Projekte zu vermitteln, fällt vermutlich auch in den Aufgabenbereich des ifes?

Prof. Dr. Bianca Krol: Neben den einschlägigen Vorlesungen bieten wir für die Studierenden in der Tat entsprechende Workshops an und stellen sowohl im Online-Campus als auch unter www.fom-ifes.de Leitfäden zum empirischen wissenschaftlichen Arbeiten sowie zur Nutzung der Statistikprogramme R und SAS in Forschung und Lehre zur Verfügung.

Genauso wichtig ist unsere Zusammenarbeit mit dem Prorektorat Lehre und der wissenschaftlichen Koordination der FOM Hochschule: Wir sind an der Entwicklung und Konzeption der methodisch ausgerichteten Module in den berufsbegleitenden Bachelor- und Master-Studiengängen beteiligt und übernehmen in der Regel auch die entsprechenden Modulleitungspositionen.

Was tut sich da aktuell?

Prof. Dr. Bianca Krol: Sowohl bei den Bachelor- als auch bei den Masterprogrammen ist zurzeit einiges in Bewegung. Dabei stellen wir uns immer die Frage: Wie können wir moderne, empirische Inhalte vermitteln, welche Kompetenzen sind für berufstätige Studierende in Zeiten von Digitalisierung und Big Data wichtig? Hier arbeiten wir eng mit allen Hochschulbereichen zusammen, sind aber auch auf nationaler und internationaler Ebene im Austausch.

Wie unterstützt das ifes die Lehrenden der FOM?

Prof. Dr. Bianca Krol: Genau wie den Studierenden bieten wir unseren lehrenden und forschenden Kolleginnen und Kollegen Workshops zur Unterstützung der empirischen Kompetenz an. Darüber hinaus übernehmen wir Serviceleistungen für Forscherinnen und Forscher. Die reichen von der Überprüfung von Fragebögen und Untersuchungssettings über das technische Hosting von Umfragen bis zur Auswertung von Datensätzen.

Da kommt einiges an Aufgaben zusammen. Wie groß ist das ifes-Team denn überhaupt?

Prof. Dr. Bianca Krol: Neben dem Direktorium, Prof. Dr. Gansser und mir, gibt es aktuell sieben weitere Professorinnen und Professoren, vier Research Fellows und drei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und vermutlich werden wir weiter wachsen…

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