2. Wissensnacht Ruhr: Ingenieurwissenschaften zum Anfassen - FOM forscht

2. Wissensnacht Ruhr: Ingenieurwissenschaften zum Anfassen

Das Polariskop macht Spannung sichtbar (Foto: Tom Schulte).
Das Polariskop macht Spannung sichtbar (Foto: Tom Schulte).

04.05.2016 – Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren beteiligt sich die FOM auch 2016 an der Wissensnacht Ruhr. Den Schwerpunkt ihres Programms am 30. September legt die Hochschule auf die Ingenieurwissenschaften. Mit Hilfe verschiedener Experimente stellt Prof. Dr.-Ing. Jochen Remmel innovative Ansätze der Produktentwicklung vor, gewährt Einblicke in Spannungsoptik, Flächenpressung und CAD-Konstruktion und demonstriert, wie Drohnen und Windkraftanlagen funktionieren. Interessierte junge (und auch ältere) Gäste haben von 16:00 bis 22:00 Uhr im FOM Studienzentrum in der Essener Herkulesstraße Gelegenheit, dem wissenschaftlichen Leiter des in Gründung befindlichen KompetenzCentrums für industrielle Entwicklung & Qualifikation über die Schulter zu schauen.

Erster Halt auf der Reise durch die Ingenieurwissenschaften: die Produktentwicklung. „Kürzere Entwicklungszeiten, eine ständig wachsende Variantenvielfalt, erhöhte Qualitäts- und Umweltanforderungen sowie eine größere Komplexität technischer Bauteile erfordern moderne Vorgehensweisen“, erläutert Prof. Dr. Remmel. „Als Garant für innovative Produkte und wirtschaftliche Entstehungsprozesse gelten computergestützte FEM-Simulationen und intelligente mechanische Konstruktionsansätze – die ich in meinem Vortrag vorstellen werde.“

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Auch ein Verfahren der Spannungsoptik liegt auf der Reiseroute. „Dahinter verbirgt sich die Verwendung von polarisiertem Licht, um die Spannungsverteilung lichtdurchlässiger Körper zu untersuchen“, so die Erklärung. „Wie das in der Praxis aussieht, werde ich an einem Polariskop mit verschiedenen technischen Bauteilen, Medizinprodukten und Produkten aus dem Konsumbereich vorführen.“

Dritter Schwerpunkt der Experimente: CAD – also das Konstruieren eines Produktes mittels EDV. Prof. Dr. Remmel: „Am Computer entsteht ein virtuelles Modell dreidimensionaler Objekte. Von diesem können die üblichen technischen Zeichnungen abgeleitet und ausgegeben werden. Die praktische Umsetzung dieses Verfahrens demonstriere ich anhand eines dreidimensionalen Maschinenteils.“ Genutzt werde CAD in fast allen Zweigen der Technik – von Architektur über Bauingenieurwesen bis zu Maschinenbau und Elektrotechnik.

Der KCQ-Leiter stellt auch ein Verfahren zur Messung von Flächenpressungen vor. „Sie haben in der Technik eine große Bedeutung und kommen u.a. bei der Überprüfung von Maschinenmontagen, der Prüfung von Autoreifenprofilen sowie Bruchtests von Verpackungen zum Einsatz.“ Prof. Dr. Remmel wird Flächenpressungsversuche aus dem Bereich Technik vorführen – und zwar anhand von Druckfolien.

Letzte Station der Reise durch die Ingenieurwissenschaften: die Lüfte. Der FOM-Experte berichtet über Bau und Einsatz eines flugtauglichen Quadrocopters mit funkferngesteuerter Kamera und hat sowohl eine Drohne als auch das Modell einer Windkraftanlage mit Dreiblattrotoren im Gepäck.

Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation

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