Gesundheit und ein gutes Leben in der Arbeitswelt - FOM forscht

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Gesundheit und ein gutes Leben in der Arbeitswelt

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Gundula Grzesik, Lana Kohnen, Prof. Dr. Gottfried Richenhagen, Prof. Dr. Hans-Dieter Schat, Prof. Dr. Yvonne Ferreira, Christina Goesmann und Prof. Dr. Stefan Heinemann (v.l.) vor der RWTH.

15.03.2016 – Industrie 4.0, Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit, Inflation der psychischen Diagnosen – es scheint, als ob die Arbeitswelt aktuell vor grundlegend neuen Herausforderungen steht. Dies ist der Fall – doch müssen zur Bewältigung alle Konzepte neu entwickelt werden? Vielleicht hilft auch, erprobte und bewährte Ansätze auf ihre Tauglichkeit für die neuen Herausforderungen zu überprüfen. Dies war der Ansatz des Workshops, den die FOM auf der diesjährigen Frühjahrskonferenz der GfA Gesellschaft für Arbeitswissenschaft ausgerichtet hat. Gäste, Referentinnen und Referenten trafen sich im umgebauten Heizkraftwerk der RWTH Aachen, von den Studierenden liebevoll „Toaster“ genannt.

In seiner Keynote schlug FOM-Prorektor Prof. Dr. Stefan Heinemann den Bogen von Aristoteles zur heutigen Arbeitswelt und gab intensive Impulse, das eigene Handeln in dieser (neuen) Arbeitswelt zu überdenken und zu gestalten.

Was benötigen Menschen zur Gestaltung ihres Arbeitslebens? Kompetenzen! Welche Kompetenzen insbesondere bei der Förderung der Arbeitsfähigkeit helfen, das war Thema des folgenden Vortrages von Prof. Dr. Gottfried Richenhagen, dem wissenschaftlichen Direktor des ifpm Institut für Public Management der FOM. Konkrete Ansätze, wie in den Ruhestand gehende Beschäftigte ihre Kompetenzen auf jüngere Kolleginnen und Kollegen übertragen können sind Gegenstand des Projektes IntraKomp, das gerade am ifpm gestartet ist. Lana Kohnen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifpm, stellte den aktuellen Stand vor.

Permanent online – kann das gesund sein? Unter diesem Titel beleuchteten Gundula Grzesik und Christina Goesmann die Chancen und Risiken einer hochflexiblen mobilen Arbeitszeit mit selbstbestimmten Arbeitszeiten und -orten. Beide Referentinnen arbeiten am iap Institut für Arbeit & Personal der FOM, dessen wissenschaftliche Direktorin, Prof. Dr. Ulrike Hellert, am Workshoptermin verhindert war. Der Vortrag stellte Einflüsse von Schutzmechanismen und Zielvereinbarungen auf die Gestaltung gesunder Arbeitszeiten vor.

Einen Einblick in die wissenschaftliche Werkstatt gab Prof. Dr. Yvonne Ferreira, Leiterin des Bereichs Arbeitspsychologie am iwp Institut für Wirtschaftspsychologie der FOM. Können Menschen zufrieden arbeiten und doch hohen Belastungen ausgesetzt sein? Können Menschen einerseits gesundheitsschädigend beansprucht und doch zufrieden sein? Hier ist ein sehr genauer Blick auf die Konzepte der Arbeitszufriedenheit notwendig. Nicht nur theoretisch, sondern auch mit einem scharfen Blick auf tatsächlich vorhandene Ausprägungen der Arbeitszufriedenheit. Wie auch bei den vorangegangenen Vorträgen diskutierten die Workshop-Gäste aus der Praxis kräftig mit und gaben Impulse für die weitere Arbeit.

Die Frage zumindest nach Gesundheit, manchmal auch nach einem guten Leben in der Arbeitswelt wird in Betrieben im Betrieblichen Gesundheitsmanagement gestellt. Unübersehbar viele Publikationen, Veranstaltungen und Fortbildungen werden angeboten – ist das ein kurzfristiger Trend oder führt Betriebliches Gesundheitsmanagement zu nachhaltigem Erfolg? Diese Frage stand im Zentrum meines Vortrags. Mein Fazit: Ja, Betriebliches Gesundheitsmanagement zeigt alle Anzeichen einer Mode – und wird uns doch langfristig begleiten. Und wenn es intelligent gestaltet wird, dann führt Betriebliches Gesundheitsmanagement auch zu nachhaltigem Nutzen.

Prof. Dr. Hans-Dieter Schat, Vize-Direktor des ifpm Institut für Public Management und Organisator des GfA-Workshops der FOM

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