Führen und geführt werden: Werkzeuge für die Generation Y - FOM forscht

Führen und geführt werden: Werkzeuge für die Generation Y

FOM-Edition "Führung einer neuen Generation"04.02.2016 – Im Fachbuch Führung einer neuen Generation erläutert Prof. Dr. Nils Schulenburg, wie die nach 1980 Geborenen führen und geführt werden sollen. Der FOM Personalexperte hat leistungsstarke Instrumente zusammengestellt bzw. auf die Bedürfnisse der Generation Y angepasst. Eine Auswahl davon stellt er im FOM Wissenschaftsblog vor. Heute geht es um Friendshipping.

Werkzeugname: Friendshipping

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Generation Y

Einsatzmöglichkeit: Würdigung einer zunehmenden Bedeutung des Freundeskreises, ausgehend von einer starken Gemeinschaftsorientierung der Generation Y

Inhalt: Beim Friendshipping geht es aus Unternehmenssicht vor allem darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Freundschaften (oder emotionale Vorstufen davon) zu ermöglichen und zu fördern. Damit hat Friendshipping vor allem eine motivierende Funktion, da die Mitglieder der Generation Y durch Freundschaften im Unternehmen eine höhere – tätigkeitsunabhängige – Grundzufriedenheit erreichen. Allerdings kann es dabei nicht die Aufgabe eines Unternehmens sein, Freundschaften explizit zu vermitteln (oder gar eine Art Freundschaftsbörse im Intranet zu eröffnen). Gestaltung von Rahmenbedingungen bedeutet, dass soziale Kontakte während der Arbeitszeit gefördert werden sollen (zum Beispiel in Kaffeeküchen oder anderen Sozialräumen), dass der Arbeitsplatz möglichst so angelegt ist, dass er auch zu privater Kommunikation anregt oder dass Jours fixes auch einen privaten Teil an Kommunikation enthalten. So wird das Ziel verfolgt, Freundschaften ins Unternehmen zu verlegen, damit das Bedürfnis der Generation Y nach Freude und Spaß mit Freunden auch im Unternehmen (und nicht nur außerhalb) befriedigt werden kann und sich die dadurch gesteigerte Grundmotivation auf die Arbeitsproduktivität auswirkt.

Ob Ihr Unternehmen einer friendshipping-freundlichen Philosophie folgt, lässt sich anhand der folgenden Checkliste feststellen:

  • Haben Sie das Ziel, Ihr Unternehmen als einen Ort zu etablieren, in dem Freundschaften willkommen sind, sich bilden und aktiv gelebt werden dürfen (etwa durch private Gespräche während der Arbeitszeit)?
  • Ist Ihren Führungskräften bewusst, dass private Gespräche und soziale Interaktionen in der Regel produktivitätsfördernd wirken?
  • Bieten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Möglichkeiten zur sozialen Interaktion in Ihrem Unternehmen (zum Beispiel durch Gemeinschaftsräume, Kaffeeküchen etc.)?
  • Wird in Besprechungen auch über private Belange gesprochen?
  • Bieten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit zur sozialen Interaktion außerhalb der normalen Arbeitszeiten (zum Beispiel abends oder am Wochenende über Firmenfeste, Sport- oder Kulturgruppen oder gemeinsame Firmenreisen)?

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