Die Management-Komponente von CSR im Fokus - FOM forscht

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Die Management-Komponente von CSR im Fokus

Prof. Dr. Linda O'Riordan und Prof. Dr. Piotr Zmuda
Prof. Dr. Linda O’Riordan und Prof. Dr. Piotr Zmuda

Kennengelernt haben sie sich 2012 in Düsseldorf. Damals organisierten Prof. Dr. Linda O´Riordan und Prof. Dr. Piotr Zmuda einen Besuch von MBA-Studierenden der Duquesne University aus Pittsburgh, um mit ihnen europäische CSR-Ansätze zu diskutieren. Seitdem hat sich ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet Corporate Social Responsibility intensiviert – und ab sofort leiten sie gemeinsam das KompetenzCentrum für CSR der FOM Hochschule. Wie das in der Praxis aussieht, schildern sie im Interview.

Wie ging es nach Ihrem Kennenlernen vor drei Jahren weiter?

Prof. Dr. O’Riordan: Wir haben immer wieder das Gespräch gesucht und uns ausgetauscht. Zum Beispiel im Vorfeld der internationalen CSR Research Conference 2013. Besonders intensiv wurde der Austausch bei der Vorbereitung des Fachbuchs New Perspectives on Corporate Social Responsibility. Wir haben den Titel schließlich gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Heinemann herausgegeben.

Prof. Dr. Heinemann war bislang an der wissenschaftlichen Leitung des KompetenzCentrums beteiligt und ist jetzt in den Beirat gewechselt. Wie kam es zu dieser Veränderung?

Prof. Dr. Zmuda: Da haben verschiedene Faktoren zusammengespielt. Zum einen muss Prof. Dr. Heinemann vor dem Hintergrund des Wachstums unserer Hochschule als Prorektor Kooperationen wichtige Entwicklungsaufgaben wahrnehmen. Zum anderen möchten wir uns in Zukunft verstärkt auf die Management-Komponente von CSR konzentrieren. Business Ethics – der Schwerpunkt von Prof. Dr. Heinemann – wird aber selbstverständlich weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Das bedeutet, Sie konzentrieren sich in Zukunft auf das Thema CSR Management…

Prof. Dr. O’Riordan: Auf CSR Management und strategische CSR – um genau zu sein. Unser Ziel ist es, Geschäftschancen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zu identifizieren. Unter anderen setzen wir uns deshalb mit folgenden Fragen auseinander: Wie können Unternehmen mit Hilfe von CSR Wettbewerbsvorteile erreichen? Wie lassen sich Gewinne erzielen, ohne der Gesellschaft oder der Umwelt zu schaden? Bei der Suche nach Antworten werden uns weiter mit den Themen Shared Value und New Business Models befassen…

Prof. Dr. Zmuda: Ein Punkt, mit dem ich mit befassen möchte, ist CSR im Bankensektor. Ich war lange Zeit beratend im strategischen Bankenmanagement tätig und würde an diese Erfahrungen gerne anknüpfen. Zudem werde ich unser Netzwerk in Richtung Osteuropa ausbauen und mögliche Kooperationen ausloten. Mit Prof. Dr. habil. Marek Cwiklicki von der Wirtschaftsuniversität Krakau, der sich im Beirat des KCC engagiert, haben wir da schon einen sehr guten Kontakt. Auch aufgrund meiner Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Beirat des polnischen Journal “Social Inequalities and Economic Growth” können sich interessante Kooperationsmöglichkeiten ergeben.

Was mich zu meiner nächsten Frage bringt: Haben Sie schon konkrete gemeinsame Forschungsprojekte im Visier?

Prof. Dr. Zmuda: In unserem Beirat gibt es – neben Prof. Dr. habil. Cwiklicki – viele neue Gesichter. Eine unserer ersten Aufgaben besteht deshalb darin, alle an einem Tisch zu bringen und an einer gemeinsamen Strategie zu arbeiten. Jeder einzelne bringt so viel Erfahrung, Know-how und auch so viele Kontakte mit, dass dabei ganz sicher spannende Projekte entstehen werden.

Prof. Dr. O’Riordan: Ein Thema, mit dem wir uns ganz konkret beschäftigen wollen, ist beispielsweise die Circular Economy – also ein Wirtschaftssystem, das sich von einer Wegwerf-Gesellschaft zu einem Kreislauf entwickelt, bei dem der „Abfall“ aus dem einen Projekt den Input für das nächste Projekt liefert. Unser Schwerpunkt wird dabei insbesondere auf der sozialen Komponente liegen. Darüber hinaus wollen wir verstärkt uns beim FOM Förderprogramm Innovative Lehrprojekte einbringen. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie wir CSR verstärkt in der Lehre an der Hochschule implementieren können – beispielsweise über Fallstudien oder Lernmaterialien.

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