3. Aufsichtsrats-Score: Qualitätsunterschiede nehmen zu - FOM forscht

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3. Aufsichtsrats-Score: Qualitätsunterschiede nehmen zu

Zum dritten Mal hat Prof. Dr. Peter Ruhwedel Arbeitsweise, Zusammensetzung, Vergütung und Transparenz der Aufsichtsräte der DAX- und MDAX-Unternehmen beleuchtet. Wichtigstes Ergebnis seines Aufsichtsrats-Score: „Die in der Vergangenheit beobachteten Qualitätsunterschiede der Aufsichtsräte nehmen weiter zu“, so der wissenschaftliche Direktor des KompetenzCentrums für Unternehmensführung & Corporate Governance an der FOM Hochschule.

Seine Analyse der Informationen zur Arbeitsweise der Aufsichtsräte – inklusive Websites sowie Geschäfts- und Corporate-Governance-Berichten – zeigt eine deutliche Zweiteilung. „Auf der einen Seite scheint sich eine Spitzengruppe von DAX-Unternehmen herauszubilden, die in allen vier untersuchten Dimensionen – Arbeitsweise, Eignung, Diversity und Transparenz – ein weit überdurchschnittliches Qualitätsniveau erreichen“, betont Peter Ruhwedel. Beispiel Telekom: Nach verschiedenen Skandalen habe der Aufsichtsratsvorsitzende die Überwachungsarbeit des Aufsichtsrats etwa über die Einrichtung von zusätzlichen Fachausschüssen oder von Sonderausschüssen zur temporären Begleitung wichtiger Themen intensiviert.

„Auf der anderen Seite liegt der Aufsichtsrats-Score der MDAX-Unternehmen zum Teil deutlich unter dem DAX-Niveau. Das ist häufig auf eine unzureichende Transparenz sowie eine weiterhin geringe Diversity in den Gremien zurückzuführen “, so Ruhwedel. Zudem bestehe zum Teil eine Dominanz von Großaktionären, wodurch die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder eingeschränkt sein könne. Die Schlussfolgerung des Experten: Trotz aller Bemühungen des Gesetzgebers sowie der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex werde die Notwendigkeit einer vorbildlichen und transparenten Unternehmensleitung und -überwachung noch nicht von allen betrachteten Unternehmen als gleichermaßen wichtig angesehen.

Auch in Sachen Frauenquote fällt Ruhwedel ein differenziertes Urteil. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Anteil von Frauen in den DAX-Aufsichtsräten zwar von 19 auf 22 Prozent (MDAX 17 Prozent) gestiegen. Gleichzeitig erfolge aber die für 2016 anvisierte Frauenquote von 30 Prozent zu früh. Das könne zu einer Schwächung der Aufsichtsräte beitragen, gibt der FOM Experte zu bedenken.

Die komplette Studie steht auf der FOM Internetseite zum Download bereit. Weitere Schwerpunkte: der weitere Anstieg der Vergütung sowie die Offenheit über die Corporate Governance des Unternehmens und die Arbeit der Aufsichtsräte.

Stefanie Bergel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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