Künstliche Intelligenz in der Logistik: Eine Matrix hilft bei der Einschätzung von Mitarbeitenden-Reaktionen

18.10.2017 – Früher galt im Logistikbereich: Erst wird eine neue Technologie eingeführt, dann folgt die entsprechende Qualifizierung der Mitarbeitenden. Diese Reihenfolge muss in Zukunft umgedreht werden, ist Prof. Dr. Matthias Klumpp überzeugt. Einer der Gründe: „Automatisierung spielt in der Logistik eine immer größere Rolle und bringt eine verstärkte Interaktion zwischen Menschen und künstlicher Intelligenz mit sich“, so der Direktor des ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement der FOM Hochschule. „Das wiederum bedeutet, dass auf Seiten der Mitarbeitenden neue und andere Kompetenzen gefragt sind. Diese Kompetenzen erst nach der Einführung zu trainieren, würde die Implementation unnötig in die Länge ziehen und zusätzliche Kosten verursachen.“
Ein wichtiger Punkt bei der Vorbereitung entsprechender Personalentwicklungsmaßnahmen ist in den Augen des FOM Wissenschaftlers die Frage, welche Befürchtungen auf Seiten der Mitarbeitenden bestehen. „Während automatisierte Kommissioniersysteme in der Regel auf wenig Widerstand treffen, sieht das bei Platooning-Systemen oder selbstfahrenden Trucks ganz anders aus“, erklärt Prof. Dr. Klumpp. „Das muss bei der Gestaltung von Qualifizierungen natürlich berücksichtigt werden.“ Um die Haltung der Mitarbeitenden evaluieren zu können, hat der ild-Direktor eine Matrix entwickelt. „Sie basiert auf vier Ebenen von Akzeptanz, Widerstand und Einfluss und ermöglicht Vertreterinnen und Vertretern der Logistikbranche, eventuelle Hürden bei der Arbeit mit künstlicher Intelligenz bereits im Vorfeld zu identifizieren und Weiterbildungsmaßnahmen entsprechend vorzubereiten.“
Wie diese Matrix im Detail aussieht, ist in Prof. Dr. Klumpps Artikel „Automation and artificial intelligence in business logistics systems: human reactions and collaboration requirements“ nachzulesen. Er ist in der aktuellen Ausgabe des „International Journal of Logistics Research and Applications“ erschienen und steht online zur Verfügung.
Stefanie Bergel, Referentin Forschungskommunikation
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