Aus- und Weiterbildung in digitalen Arbeitswelten – das ipo Institut für Personal- und Organisationsforschung stellt seine Forschungspartner/innen im KODIMA-Projekt vor - FOM forscht

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Aus- und Weiterbildung in digitalen Arbeitswelten – das ipo Institut für Personal- und Organisationsforschung stellt seine Forschungspartner/innen im KODIMA-Projekt vor

Heute möchten wir die ECOVIS Europe AG und ihren Beitrag zum Projekt vorstellen. Das ipo Institut für Personal- und Organisationsforschung arbeitet im Verbundprojekt KODIMA mit ihr, der HR Excellence Group und der Seniorprofessur Wirtschafts- und Organisationspsychologie (SP WiPsy) der Universität Rostock zusammen. Das BMBF-Projekt befasst sich mit Kompetenzen von Mitarbeiter/innen in der digitalisierten Arbeitswelt, wobei der Schwerpunkt der ECOVIS Europe AG auf der Entwicklung von Aus- und Weiterbildungsangeboten für Auszubildende, Mitarbeiter/innen und Führungskräfte liegt.

 Die Digitalisierung stellt besondere Anforderungen an den Erwerb, die Nutzung und Weitergabe von Wissen in Arbeitskontexten, nicht zuletzt weil Wissen und Qualifikationen im digitalen Zeitalter einem ständigen Wandel unterliegen. Diese Anforderungen an das Lernen in der Digitalisierung untersucht die ECOVIS Europe AG in ihrem Teilvorhaben in KODIMA, um daraus schließlich Aus- und Weiterbildungsangebote und ein Change-Management-Konzept zu deren Implementierung zu entwickeln. Damit verbunden ist die Entwicklung von Konzepten zur Einführung neuer digitalisierter Prozesse bzw. die Weiterentwicklung bestehender Digitalisierungsprozesse in der Steuerberatung. Neben der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Branchen des Dienstleistungssektors, die, wie z. B. die Banken- und Versicherungsbranche, vergleichbaren Digitalisierungsprozessen unterliegen, spielt im KODIMA-Projekt auch die Vernetzung mit den anderen Teilvorhaben eine wichtige Rolle. So bauen die Aus- und Weiterbildungsangebote sowie das Change-Management-Konzept der ECOVIS Europe AG auf den Forschungsergebnissen der anderen Teilvorhaben auf. Das sind zunächst die arbeitspsychologischen Analysen der Seniorprofessur Wirtschafts- und Organisationspsychologie (SP WiPsy) der Universität Rostock, die organisations- und führungstheoretischen Analysen des ipo Instituts für Personal- und Organisationsforschung sowie die Untersuchung von Anforderungen an und Kompetenzen von Mitarbeitenden in der digitalisierten Arbeitswelt der HR Excellence Group.

Die ECOVIS Europe AG verfolgt in ihrem Teilvorhaben u. a. folgende Fragestellungen:

  • Wie müssen zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildungskonzepte im Berufsfeld gestaltet werden?
  • Wie müssen die Aus- und Weiterbildungskonzepte hinsichtlich der Übertragbarkeit auf andere Branchen verändert werden?
  • Welche Faktoren beeinflussen die nachhaltige Implementierung von Aus- und Weiterbildungskonzepten im Allgemeinen und im Besonderen in der steuerberatenden Branche?
  • Wie können veränderliche Arbeitsprozesse und -anforderungen in den Konzeptionen anwendungsorientiert Berücksichtigung finden?
  • Welche methodisch-didaktischen Ansätze sind förderlich für die entwickelten Kompetenzmodelle/-profile aus den anderen Teilvorhaben?

In Kontakt mit den am Verbundprojekt beteiligten Steuerberatungsunternehmen werden zunächst im Rahmen von Interviews vorhandene Inhalte und Prozesse der Aus- und Weiterbildung eruiert. Ziel der Analysen ist, sowohl den rechtlichen als auch den faktischen Rahmen für die Aus- und Weiterbildung zu ermitteln. Gleichzeitig wird die Wirksamkeit alternativer Weiterbildungskonzepte analysiert. Die praktischen Arbeiten werden durch theoretische Analysen flankiert. Die Entwicklung der Aus- und Weiterbildungskonzepte orientiert sich stets an der Umsetzbarkeit im betrieblichen Alltag, unter besonderer Berücksichtigung freiberuflicher Organisationsstrukturen und deren Aktualitätsanforderung an Fach- und Methodenwissen.

Es wird die betriebliche Eignung von Präsenz- und Online-Veranstaltungen, aktivierenden Lehrformaten, Coaching-, Mentoring-Konzepten sowie veränderten Raum-/Zeitkontexten geprüft. Dies schließt auch die Operationalisierung von Wissenszielen und die Einbindung von Evaluationskonzepten ein. Das Change-Management-Konzept wird in einem Feldtest erprobt und einem laufenden Evaluierungs-und Anpassungsprozess unterworfen. Im Ergebnis des Teilvorhabens liegt ein speziell für das Berufsfeld der Steuerberatung erprobtes und somit anwendbares Konzept zur Weiterentwicklung der (digitalen) Mitarbeiter/innen-Kompetenzen vor. Dieses ist mittelbar für andere Tätigkeitsfelder oder Branchen im Umgang mit Digitalisierungsprozessen generalisierbar.

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ (FKZ 02L15A312) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Alrik Zech, M.BC., Leiter ECOVIS Akademie, unter Mitarbeit von Halina Ziehmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin ipo

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